3D-Drucker kennt heutzutage jeder. Es gibt unzählige Bilder und Videos von Menschen, die sich Figuren, Autos und jeden anderen denkbaren Krempel basteln. Das italienische Unternehmen WASP hat jetzt ein deutlich nützlicheres Projekt gestartet – ein Drucker, der Häuser aus Schlamm und Gräsern bauen kann.


3D Drucker Schloss
Bild: Andrey Rudenko

Vorteile des Druckens

Häuser aus Schlamm und anderen Naturstoffen sind dabei natürlich keine neue Erfindung, Menschen bauen seit über 9000 Jahren Ihre Häuser damit. Der Clou am Drucker ist, dass durch diese Methode das Hausbauen deutlich schneller möglich ist. Zwischen der Außen- und Innenwand befindet sich eine dreieckige Struktur, welche die Oberfläche erhöht. Dadurch trocknet die Wand schneller und das Haus ist schneller bewohnbar. Gleichermaßen sorgt es auch für eine bessere Stabilität, sodass Höhen bis drei Meter möglich sind, was genügend Platz für die Bewohner ermöglicht.

Erste Schritte zum Hausbau

Zu bestaunen gab es den Drucker in kleinerer Ausführung auf einem Showcase Event in Rom. Zwar war es auf Grund von Zeit- und Platzmangel nicht möglich, dass Haus fertig zu stellen, aber der grundlegende Prozess konnte eindrucksvoll vorgestellt werden. Der Drucker erlaubt dem Hausbauer auch eine Variation der Form, sodass der Kreativität freien Lauf gelassen werden kann.


Die Natur spielt Vorbild

Das Unternehmen gibt als Inspiration für Ihren Drucker die Faltenwespe (engl. Potter wasp) an. Um Ihrem Nachwuchs Schutz vor der Witterung und Feinden zu geben, baut diese eine Höhle aus Schlamm und anderen Materialien, z.B. Haare und Gräser.

WASP strebt an, das erste Haus mit einem 3D-Drucker nächstes Jahr bauen zu wollen. Zwar existieren keine genauen Pläne über den Standort, es wird allerdings Sardinien bevorzugt. Der Häusermangel ist dort zwar nicht vorherrschend, allerdings befindet sich der Standort nah am Unternehmen, sodass der Prozess dort am besten optimiert werden kann. Sollte dieses Projekt gut laufen, könnte es ein großer Schritt sein, den Ärmsten der Welt wenigstens ein Dach über dem Kopf zu geben.

Quelle: iflscience

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.