Dubai ist bisher nicht gerade als Paradies für Radfahrer bekannt. Im Gegenteil: Auf den teilweise zehnspurigen Straßen ist so gut wie kein Platz für die Zweiräder. Zukünftig soll sich die Situation allerdings deutlich verbessern. Denn Scheich Mohammed bin Rashid, Herrscher von Dubai und Vize-Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, hat den Bau von neuen Fahrradwegen angeordnet. Bis zum Jahr 2021 soll das Netz um rund 500 Kilometer erweitert werden. Der Ausbau ist Teil eines größeren Maßnahmenpakets, um alternative Fortbewegungsmittel zu fördern und die Zahl der Autofahrten innerhalb der Stadt zu reduzieren. So werden beispielsweise auch fünf neue Metro-Stationen gebaut und spezielle Busspuren eingeführt. Das Ziel: Die Luftqualität in der Stadt deutlich zu verbessern.


Zukünftig kann die Stadt auch mit dem Fahrrad erkundet werden. Foto: Tim.Reckmann [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Zur Expo 2020 will Dubai neue Verkehrskonzepte etablieren

Denn die rasante Entwicklung in Dubai hat dafür gesorgt, dass die Stadt heute immer wieder unter einer hohen Luftverschmutzung zu leiden hat. Damit ist sie allerdings nicht alleine: Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten als das Land mit der schlechtesten Luftqualität der Welt. In Dubai scheint man die Problematik nun aber angehen zu wollen: Neben dem Ausbau der alternativen Transportmittel setzt das Emirat zudem verstärkt auf Erneuerbare Energien. So sollen zukünftig sämtliche Dächer mit Solarmodulen bestückt werden. Außerdem ist der Bau des drittgrößten Solarkraftwerks der Welt geplant und es wird über Wolkenkratzer mit integrierten Windrädern nachgedacht. Ein Ansporn in diesem Zusammenhang ist auch die Expo 2020, die in Dubai stattfindet und bei der sich das Emirat von seiner besten Seite zeigen möchte.

Metro und Maut sollten für weniger Autoverkehr sorgen

Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die Einwohner der Stadt die neuen Fahrradwege auch tatsächlich nutzen werden. Denn die Hitze in dem Emirat ist für körperliche Anstrengungen nicht gerade zuträglich. Es gibt daher sogar einige Wartehäuschen an Bushaltestellen, die auf 22 Grad heruntergekühlt werden. Außerdem gilt Dubai als klassische Autostadt – woran auch der Bau der Metro und die Einführung einer Maut nur bedingt etwas ändern konnten. Vielleicht werden die Radwege aber auch zu einem unerwarteten Erfolg und sorgen dafür, dass andere arabische Städte ähnliche Projekte in Angriff nehmen.


Via: Inhabitat

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