Die Bundesregierung möchte in naher Zukunft vermehrt den Ausbau der Elektromobilität fördern und E-Autos attraktiver machen. Trotz ehrgeiziger Bemühungen in der Vergangenheit, sind die Absatzzahlen der Elektroautos mehr als enttäuschend. Dennoch möchte die Regierung nicht aufgeben und erneut in Millionenhöhe fördern.


Tesla Motors - Elektroautos
Tesla Motors – Elektroautos

Mehr Wasserstofftankstellen, bessere Technologie und Förderung

Dass Elektro-Autos durchaus eine Zukunft haben können und die Infrastruktur nicht nur in Städten entsprechend angepasst werden kann, zeigt jüngst das Beispiel aus Norwegen. In dem skandinavischen Land wurden bereits über 50.000 E-Autos registriert. Die Autohändler erleben in Norwegen nach wie vor einen Boom und eine erhöhte Nachfrage nach den grünen Flitzern. In dem Zeitraum zwischen 2016 und 2018 sollen in Deutschland weitere 161 Millionen Euro in die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie fließen. Mit den Investitionen einhergehend wird zudem auch der Ausbau des Netzes von Wasserstofftankstellen forciert. Das Programm sieht darüber hianus vor, auch im Rahmen einer Konferenz die Entwicklungen weiter voran zu treiben. Hieran nahmen Kanzlerin Angelika Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel teil.

Laut Definition des Beratungsgremium der Regierung „Nationale Plattform Elektromobilität“ (NPE), wurden alle Fahrzeuge unter die Kategorie „E-Autos“ subsumiert, die an der Steckdose geladen werden. Letzten Schätzungen nach sollten bis 2020 eine Million E-Autos auf den deutschen Straßen fahren und die Umwelt deutlich entlasten. Zahlen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zufolge wurden bis zum Jahresbeginn jedoch gerade einmal 25.300 E-Autos in Deutschland verkauft. Das entspricht bei Weitem nicht den Vorstellungen der Bundesregierung. Nach wie vor stellen die Anschaffungskosten der Steckdosen-Autos in Kombination mit der verhältnismäßig noch zu geringen Reichweite das größte Problem für den hinterherhinkenden Absatz dar.


Ausbau der Schnellladesäulen für E-Autos an Autobahnrastsätten

„Wir brauchen weitere Fortschritte bei Ladesäuleninfrastruktur, Ladedauer und Reichweite.“, so Verkehrsminister Alexander Dobrindt gegenüber der Welt.

Die Zukunftspläne sind also klar am Ausbau der Tankmöglichkeiten orientiert um die geringe Reichweite zunächst kompensieren zu können. Bis Ende des Jahres sollen dabei 50 weitere Wasserstofftankstellen in der Nähe der Hauptautobahnen und unmittelbar innerhalb der Regionen um größere Städte herum errichtet werden. Bis 2023 sollen weitere 350 Tankstellen hinzukommen. Dieses Ziel möchte man zusammen mit der Industrie erreichen. Parallel dazu setzt sich der Verkehrsminister vermehrt für das Ziel ein die Schnellladesäulen für Elektroautos auf Autobahnraststätten in Deutschland verteilt, innerhalb der nächsten zwei Jahren, um 400 zu erweitern.

Und es wird noch weiter gedacht. So fördert die Regierung auch noch sieben weitere Technologie-Projekte, die den Ausbau der Elektromobilität weitern voranschreiten lassen sollen. Zudem wird jüngst auch vom Finanzministerium überprüft, inwieweit E-Autos in Dienstflotten als Sonderabschreibungen geltend gemacht werden können. Zusätzlich fordern die Grünen jedoch auch die Einführung direkter Kaufprämien von mehreren tausend Euro. Schließlich würde das nach wie vor den größten Anreiz zum Kauf von E-Autos liefern.

Elektro ist Trend

Ein Umdenken im Hinblick auf die Elektromobilität findet bereits statt. Als bestes Bespiel kann man dabei auch die wachsende Begeisterung für E-Bikes nennen. Durch den zusätzlichen Antrieb wird auch bei älteren Menschen die Motivation erhöht, sich auf das Fahrrad zu setzen und fit zu halten.

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