Fahrrad fahren ist nicht nur gut für die eigene Gesundheit, sondern schont auch die Umwelt und entlastet die chronisch verstopften Straßen. In der Theorie halten die meisten Menschen diese Vorteile auch für überzeugend: Die Verkaufszahlen der Radhersteller sind seit Jahren hoch. Tatsächlich genutzt werden die Räder dann aber nur vergleichsweise selten. Das norwegische Transportministerium hat daher eine Untersuchung gestartet, was die Norweger vom Fahrrad fahren abhält und wie man sie zu mehr Fahrten motivieren kann. Das Ergebnis: E-Bikes könnten helfen, sind aber momentan noch zu teuer.


Elektro-Fahrrad
Elektro-Fahrrad

Hügel und Schweiß schrecken ab

Zu den größten Motivationshindernissen der Norweger gehörte demnach die mangelnde Infrastruktur, die hügelige Landschaft, die Notwendigkeit Dinge zu transportieren und die Gefahr ins Schwitzen zu geraten. Anschließend wurde den Probanden ein E-Bike präsentiert, das zumindest die letzten drei Punkte auf elegante Art und Weise lösen könnte und gefragt, wieviel mehr sie für einen solchen elektrischen Antrieb zahlen würden. Die Antwort: Im Schnitt waren die Norweger nur bereit rund 200 Euro mehr für ein Elektrorad zu zahlen.

Zahl der gefahrenen Kilometer nahm deutlich zu

Für das eigentliche Experiment wurden dann 66 Teilnehmer in Oslo und Akershus mit Elektrorädern ausgestattet. Die restlichen 160 Probanden hingegen mussten weiterhin ihr normales mit Muskelkraft betriebenes Rad nutzen. Das Ergebnis: Die Gruppe mit den E-Bikes nutzte das Rad nicht nur öfter, sondern legte auch mehr Kilometer damit zurück. Sowohl die Zahl der notwendigen Fahrten, als auch die der freiwilligen Fahrradtouren nahm durch die Elektrobikes signifikant zu. Bei Frauen ließ sich dieser Effekt sogar noch deutlicher beobachten als bei Männern. Die Zufriedenheit der Probanden zeigte sich auch anschließend auch in Zahlen. Immerhin waren sie nun bereit für einen Elektroantrieb rund 300 Euro mehr zu zahlen.


Via: Treehugger

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