e.home: Dieses elektrische Wohnmobil nutzt die Energie der Sonne

Während in der Automobilindustrie die meisten Hersteller bereits Modelle mit Elektroantrieb vorgestellt haben, hinkt der Markt für Wohnmobile in diesem Bereich noch etwas hinterher. Dies hängt natürlich auch mit rein praktischen Gründen zusammen: Wer mit dem Wohnwagen in die weite Welt aufbricht, möchte seine Reise nicht ständig unterbrechen, um die Batterie wieder aufzuladen. Zumal deutlich mehr Energie benötigt wird als bei einem normalen PKW. Zuletzt hatte aber Volkswagen mit einer Elektroversion des legendären Bulli für Aufsehen gesorgt. Der deutsche Hersteller Dethleffs geht nun noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen hat eine Konzeptstudie für ein Wohnmobil mit Elektroantrieb und integrierten Solarzellen vorgestellt.

Foto: Dethleffs

31 Quadratmeter Solarfolie dienen als nachhaltige Stromquelle

Diese tragen zum einen dazu bei, dass sich die Reichweite des Fahrzeugs erhöht. Konkrete Zahlen hat das Unternehmen dazu bisher nicht veröffentlicht. Es wurde aber mitgeteilt, dass eine Batterie für 1.500 Ladevorgänge und 250.000 Kilometer ausreicht. Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Reichweite von 166 Kilometern pro Akkuladung. Der Wert dürfte aber auch variieren, je nach dem wie stark die Sonne gerade scheint. Die rund 31 Quadratmeter Solarfolie sorgen aber auch dafür, dass die elektrischen Geräte innerhalb des Wohnmobils betrieben werden können. In diesem Punkt haben sich die Entwickler von Dethleffs für eine weitere Innovation entschieden: Das Wohnmobil kommt komplett ohne Gas aus. Oder anders ausgedrückt: Auch Herd und Heizung werden elektrisch betrieben.

Wärmespeicherplatten geben nachts Wärme ab

Theoretisch sorgt vor allem die Stromheizung bei solchen Konstruktionen für einen hohen Energieverbrauch. Hier aber kommt moderne Technik ins Spiel. Das Innere des Fahrzeugs ist mit Wärmespeicherplatten versehen. Diese speichern tagsüber Wärme und geben diese nachts wieder ab. Auf diese Weise muss deutlich weniger geheizt werden als in vergleichbaren Wohnmobilen. Zum Einsatz kommen zudem Infrarotheizungen. Diese haben den Vorteil, dass sie Objekte direkt erwärmen können – und so weniger Hitze ungenutzt verloren geht. Zu sehen ist der Prototyp noch diese Woche auf dem Caravan Salon Düsseldorf. Bisher ist allerdings noch nicht entschieden, ob die im Rahmen der Studie genutzten Ansätze, zeitnah auch in Serienmodelle des Herstellers integriert werden sollen. Mit Audi und Sono Motors gibt es aber auch bereits Autohersteller, die Solarfolie nutzen wollen, um die Reichweite des Elektrofahrzeugs zu erhöhen.

Via: Inhabitat