E-Zigaretten genossen recht schnell einen ziemlich hohen Stellenwert bei starken Rauchern, die stets kürzer treten und teilweise gänzlich den Tabak-Zigaretten den Rücken zukehren wollten. Die elektronischen Dampfer wurden bisher als die gesündere Alternative gehandelt. Im Rahmen einer aktuellen Studie haben japanische Forscher jedoch herausgefunden, dass E-Zigaretten beziehungsweise der Dampf der Liquides unter Umständen sogar mehr krebserregende Stoffe beinhalten kann als Tabak.


Zehnmal mehr krebserregende Stoffe als bei normalen Zigaretten

Ob E-Zigaretten wirklich eine gesunde Alternative zu Tabak-Zigaretten darstellen, ist noch nicht vollends geklärt. Die Produkte sind noch relativ neu auf dem Markt und die Inhaltsstoffe variieren sehr stark. Nahezu täglich werden neue Liquids und somit unterschiedliche Geschmacksrichtungen und Mischungen angeboten. Es gibt dabei Liquids, die Nikotin enthalten und es gibt zu verdampfende Flüssigkeiten, die lediglich einen Nebel mit Geschmack erzeugen. Das japanische Gesundheitsministerium beauftragte eine Studie, die nikotinhaltige Liquids einmal näher untersuchen sollte. Im Rahmen der Ergebnisse konnte erschreckendes festgehalten werden. So konnte  bei den fünf verschiedenen Liuids, die getestet wurden, bei einer Marke zehnmal mehr krebserregendes Formaldehyd festgestellt werden, als bei normalen Zigaretten.

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E-Zigaretten enthalten teilweise mehr krebserregende Stoffe als normale Zigaretten

E-Zigaretten werden von den meisten als gesund angesehen

E-Zigaretten erfuhren bereits 2012 einen riesigen Hype. auf einmal wollte jeder die elektrischen Verdampfer testen und sich ein Bild von der Erzeugnissen machen. Die Werbeindustrie suggerierte, dass die E-Zigaretten keinesfalls gesundheitsschädlich sind und zudem auch weitere Vorteile mitbringen. Schließlich können E-Zigaretten auch in geschlossenen Räumen konsumiert werden. Unangenehme Gerüche entstehen schließlich nicht. Ganz im Gegenteil, der Dampf sorgt sogar für entsprechende Aromen, die gut riechen. Gesundheits-Experten warnten jedoch schon damals vor den E-Zigaretten. Schließlich müssen erst umfangreiche Studien durchgeführt werden um ein Gesundheitsrisiko ausschließen zu können. Bei den Liquids handelt es sich schließlich auch um Flüssigkeiten mit einer ansehnlichen Zusatzstoff-Liste. Die verdampften Stoffe werden zudem auch inhaliert und dem menschlichen Körper zugeführt.


Weitere krebserregende Stoffe gefunden

Neben dem gefährlichen Formaldehyd konnten die Forscher auch noch weitere krebserregende Stoffe ausfindig machen. Die Untersuchungen fanden mit einem speziell entwickelten Testgerät statt. Alle fünf getesteten Liquids wurden jeweils mit 15 Zügen von dem Gerät konsumiert. Weitere Stoffe wie Acetaldehyd, Acrolein, Glyoxal und Methylglyoxal wurden ausfindig gemacht. Laut der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf einen Bericht Naoki Kunugita vom japanischen Gesundheitsinstitut beruft, werden die krebserregenden Stoffe vor allem dann in einer größeren Konzentration freigegeben, wenn der batteriebetriebene Verdampfer zu heiß wird.

Der E-Zigaretten-Trend ist weiter ungebrochen

Die Untersuchungen im Hinblick auf das von E-Zigaretten ausgehende Gesundheitsrisiko sind bei weitem noch nicht abgeschlossen. Über die Langzeitfolgen ist noch nichts weiter bekannt. Schließlich benötigt es dafür noch weitere Zeit. Das japanische Gesundheitsministerium möchte nun darüber befinden, wie künftig der Umgang mit E-Zigaretten gestaltet wird. In den USA und Europa sind die E-Zigaretten bereits auf dem Vormarsch. In Japan hält sich der Trend bisher noch in Grenzen. In Deutschland erfahren E-Shihsas gerade einen neuen Hype. Der Trend geht in Richtung elektronischer Shishas to Go, die kein Nikotin enthalten. Bezugnehmend auf die E-Zigratetten sind hierzulande bereits einige Diskussionen entfacht. Zuletzt entschied auch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über die nahe Zukunft der E-Zigaretten.

Update: Richtigstellung

Nach dem Bericht, der von der Nachrichtenagentur AFP gestreuten Informationen über E-Zigaretten und dem damit einhergehenden erhöhten Krebsrisiko, erreichten uns Lesermeinungen, die uns dazu bewogen eine Richtigstellung vorzunehmen. Entgegen den Zahlen der AFP, wurde in einigen Liquid-Marken zehnmal weniger krebserregendes Formaldehyd festgestellt. Folglich sind E-Zigaretten zumindest unschädlicher als normale Tabak-Zigaretten. Dennoch halten die japanischen Forscher auch fest, dass krebserregende Stoffe, wenn auch nur mit einem sehr geringen Anteil, im Dampf enthalten sind. Weitere Informationen zu den Studien-Ergebnissen könnt ihr unter anderem im Fachbeitrag des Environmental Research and Public Health nachlesen. Vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis.

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