Eindringliche Mahnung: Google-Boss Eric Schmidt warnt vor China!

Google hat sich als Unternehmen bereits vergleichsweise früh mit den Chancen der künstlichen Intelligenz beschäftigt. Öffentlichkeitswirksam präsentiert wurden diese Entwicklungen jeweils am Beispiel des asiatischen Brettspiels Go. So haben Forscher der kalifornischen Firma die künstliche Intelligenz AlphaGo entwickelt, die anschließend die Go-Legende Lee Sedol deutlich schlug.

Inzwischen hat die Forschung sogar noch einen Schritt weiter gemacht: Das Programm AlphaGo Zero erlernt das komplexe Spiel innerhalb weniger Tage und ohne menschlichen Input. Man kann Google also nicht wirklich vorwerfen, diesen Trend verschlafen zu haben. Dennoch warnte der Chef des Mutterkonzerns Alphabet nun vor Chinas Ambitionen in diesem Bereich.

Eric Schmidt warnt vor Chinas Ambitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Via Screenshot World Economic Forum

China will bis zum Jahr 2030 führend bei künstlicher Intelligenz sein

„Sie werden die Technologie für wirtschaftliche und militärische Zwecke nutzen – mit allen erdenklichen Folgen“, so der einflussreiche Manager. Für die nächsten fünf Jahre werden die Vereinigten Staaten in diesem Bereich zwar noch die Technologieführerschaft innehaben, anschließend werde China aber extrem schnell aufholen, so seine düstere Prognose. Hintergrund ist ein Programmentwurf der chinesischen Regierung, der nationale Anstrengungen vorsieht, um bis zum Jahr 2030 weltweit die Führung im Bereich der künstlichen Intelligenz zu übernehmen. Nähere Details sind bisher nur vage ausgearbeitet. Klar ist aber: Das Reich der Mitte verfügt über ausreichend Ressourcen, um – den entsprechenden Willen vorausgesetzt – tatsächlich massive Sprünge im Bereich der künstlichen Intelligenz zu realisieren.

Die Einreisebestimmungen der Trump-Regierung sind schädlich

Deswegen verband Schmidt seine Mahnung auch mit konkreten Forderungen. Zum einen müssten die USA deutlich mehr Geld in die entsprechende Grundlagenforschung investieren. Zum anderen sprach er aber auch ein brisantes innenpolitisches Thema an: Die durch die Trump-Regierung eingeschränkte Visa-Vergabe für Bürger bestimmter Staaten. „Im Iran gibt es einige der führenden Computerwissenschaftler der Welt und ich will diese Leute hier haben. Um dies klar auszudrücken: Ich möchte, dass sie für Alphabet und Google arbeiten“, so der Unternehmenslenker. Und er ergänzte: „Oder wollt ihr, dass sie woanders künstliche Intelligenz entwickeln?“. Schmidt ist bei weitem nicht der einzige Silicon Valley Manager, der auf eine Lockerung der Einreisebestimmungen dringt – bisher aber ohne Erfolg.

Via: The Verge