Das Silicon Valley gilt noch immer als die wichtigste Region der Welt, um neue und extrem erfolgreiche Unternehmen zu gründen. In den letzten Jahren sind aber auch immer mehr europäische Startups in die Weltspitze vorgestoßen und mit Milliarden bewertet worden. Am erfolgreichsten dabei: Der schwedische Musikstreamingdienst Spotify. Aber auch der Markt in Deutschland entwickelt sich erstaunlich gut. War vor einiger Zeit noch der Modehändler Zalando das einzige jüngere Unternehmen mit Milliardenbewertung, können dies inzwischen immerhin sieben deutsche Firmen von sich behaupten, die nach der Jahrtausendwende gegründet wurden.


1. Zalando

Der Modehändler hat als eines der ersten Online-Unternehmen wieder verstärkt auf Fernsehwerbung gesetzt – und war damit extrem erfolgreich. Noch wichtiger: Seit einigen Jahren erwirtschaftet das Unternehmen eine positive Umsatzrendite. Zum Zeitpunkt des Börsengangs war die Firma dann schon fast sechs Milliarden Euro wert – und damit teurer als die Lufthansa.


2. Trivago

Im Jahr 2005 von drei Absolventen der „Business School HHL Leipzig Graduate School of Management“ gegründet, war Trivago damals die erste Hotel-Metasuche auf dem deutschen Markt. Das Unternehmen betreibt selbst keine Hotels, sondern vergleicht die Preise von mehr als 250 Buchungsseiten. Geld verdient wird dann mit einem Pay-Per-Click-Modell. Inzwischen gehört die Mehrheit von Trivago der Bunchungsseite Expedia.

3. Delivery Hero

Essenslieferungen online zu organisieren war die Idee von Niklas Östberg und seinen Mitgründern. Inzwischen beschäftigt die Online-Plattform mehr als 12.000 Mitarbeiter und ist in mehr als 40 Ländern aktiv. Obwohl bisher noch nie ein Gewinn erwirtschaftet werden konnte, ging das Unternehmen in diesem Jahr mit einer Bewertung von 4,4 Milliarden Euro an die Börse.

4. Rocket Internet

Für die Firma der Samwer-Brüder wurden schon viele Bezeichnungen geprägt. „Startup-Schmiede“ wird davon vielleicht am häufigsten genutzt. Tatsächlich hat sich das Geschäftsmodell inzwischen aber ein wenig gewandelt. Wurden früher vor allem erfolgreiche Webseiten aus anderen Ländern geklont, wird heute auch viel direkt in junge Firmen investiert. So war und ist Rocket Internet etwa an Zalando und Delivery Hero beteiligt.

5. Auto1

Mit gebrauchten Autos zu handeln ist keine ganz neue Idee. Die Auto1 GmbH hat aber erfolgreich einen Online-Marktplatz für Gebrauchtwagen aufgebaut. Seit der Gründung im Jahr 2012 wurden darüber 330.000 Autos verkauft. Anders als bei vielen Konkurrenten werden die Fahrzeuge in der Regel nicht von privat an privat verkauft, sondern an unabhängige Händler. Bei der letzten Finanzierungsrunde ergab sich ein Unternehmenswert von 2,5 Milliarden Dollar.

6.Hello Fresh

Der Versender von Kochboxen gilt als möglicher nächster Börsengang in Deutschland. Doch es gibt auch kritische Stimmen: So will Amazon in den Markt einsteigen, die Umsätze hängen noch immer sehr stark von den Marketingausgaben ab und das US-Vorbild Blue Apron steckt in der Krise.

7. Xing

Das Karrierenetzwerk wurde ebenfalls nach einem US-Vorbild aufgebaut und konzentriert sich vornehmlich auf die deutschsprachige Region. Hier kann inzwischen ein Umsatz im dreistelligen Millionenbereich erwirtschaftet werden. Großaktionär des Unternehmens ist die Burda Digital GmbH.

Quelle: Startup Report der Bank GP Bullhlound

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