Als Nordwestpassage bezeichnet man den Seeweg nördlich von Nordamerika. Theoretisch ließe sich auf diese Weise beispielsweise der Weg von Europa nach Asien enorm verkürzen: So müsste ein Schiff auf der Strecke von Rotterdam nach Tokio statt 21.100 Kilometern nur noch 15.900 Kilometer zurücklegen – was eine bedeutende Zeit- und Kostenersparnis mit sich bringen würde. Bisher allerdings gab es dabei ein Problem: Die Nordwestpassage war zumeist zugefroren und daher nicht kommerziell befahrbar. Eine Tatsache, die unter anderem zum Bau des Suez-Kanals führte. Durch die Folgen des Klimawandels ist die Nordwestpassage inzwischen aber einigermaßen eisfrei. Dies will sich nun das Kreuzfahrtschiff Crystal Serenity zunutze machen und durch die Nordwestpassage von Alaska nach New York fahren.


Copyright: Crystal Cruise Line
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Rund 1070 Passagiere sind an Bord des Luxusschiffes

Dabei handelt es sich keineswegs um ein kleines Schiff. Der Kreuzfahrtdampfer wiegt stolze 69.000 Tonnen und ist rund 250 Meter lang. An Bord arbeiten rund 650 Menschen, um die insgesamt 1070 Passagiere bei Laune zu halten. Damit handelt es sich bei weitem um das größte Schiff, das jemals die Nordwestpassage passierte. Los ging die Fahrt dabei bereits am 16. August in Seward in Alaska. Die Ankunft in New York ist dann für den 17. September geplant. Die Passagiere an Bord zahlten für die Reise zwischen 22.000 und 120.000 Dollar – wobei Ausflüge mit dem Helikopter in die Arktis noch einmal extra kosten.

Ein Eisbrecher steht für den Notfall bereit

Anders als die Titanic vor knapp einhundert Jahren ist die Crystal Serenity zudem auf die Gefahren von Eisbergen vorbereitet. So wird das vor dem Schiff liegende Meer rund um die Uhr mit Sonar- und Radargeräten sowie einer Wärmebildkamera überwacht. Außerdem fährt mit der RRS Ernest Shackleton auch ein echter Eisbrecher neben dem Kreuzfahrtschiff her. Außer den zahlenden Passagieren sind zudem 21 Wissenschaftler an Bord – darunter Klimaforscher, Taucher und Biologen. Diese wollen sich vor Ort ein Bild von den Auswirkungen der Erderwärmung machen.


Via: Digitaljournal

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