Die Elektromobilität ist auch in diesem Jahr ein großes Thema. Während die Autobauer ihre Hausaufgaben machen und auch günstige Einstiegsmodelle entwerfen und produzieren, wird parallel von der Politik und auch von führenden Unternehmen weiter am Ausbau des Ladenetzes gearbeitet. Der Energieanbieter E.ON etablierte beispielsweise jüngst neue Ladelösungen für Elektroautos und kündigte zudem auch eine Lade-Flatrate für Privatkunden an. Um Elektromobilität leistbar zu machen und wirklich lukrativ gestalten zu können, müssen alle an einem Strang ziehen – Autobauer, Energieversorger, Politik und Verbraucher.


Tesla Motors - Elektroautos

Tanken an öffentlichen Ladesäulen

Das Stromtanken an öffentlichen Ladesäulen dürfte in Zukunft noch einfacher von Statten gehen. Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur und der zunehmenden Kompatibilität mit den gängigsten Anschlüssen, ist man faktisch gesehen nicht unmittelbar an bestimmte Ladestationen gebunden. Neben der Möglichkeit das E-Auto an öffentlichen Ladespots wieder aufzutanken, kann man allerdings auch eine heimische Ladestation einrichten. Dafür gibt es bereits entsprechende Boxen und Stromspeicherlösungen. Was die Kosten anbelangt, brauchen wir uns zunehmend auch nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. Das Stichwort lautet hier: Lade-Flatrates.

Neue Lade-Flatrate für Stromkunden

Eine Lade-Flatrate für das Elektroauto kennen eingefleischte Tesla-Fans bereits. Tesla-Käufer, die vor dem 15. Januar 2017 einen der schnellen Stromer erwarben, konnten an den unternehmenseigenen Supercharger-Schnellladestationen unlimitiert kostenlos Strom tanken. Damit hob sich Tesla bisher ab. Ende 2016 kündigte der Konzern von Elon Musk jedoch an, diese Flatrate nicht mehr länger aufrechterhalten zu wollen. Das Kontingent wurde nun auf 400 Kilowattstunden beschränkt.


Während Tesla also zurückrudert, kündigte E.ON für Frühjahr 2017 eine Lade-Flatrate an. Die Flatrate erlaubt Privatkunden den Zugang zu 2.500 öffentlichen Ladestationen in Deutschland. Damit können Elektroauto-Besitzer nicht nur mittels Wallbox bequem zuhause, sondern auch unterwegs wieder neue Energie tanken. Die 2.500 Ladestationen sollen laut Robert Hienz, Geschäftsführer von E.ON Energie Deutschland noch bei Weitem nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Wir arbeiten mit Nachdruck daran, dieses Netz weiter auszubauen. Elektromobilität wird mit unseren Lösungen einfach, komfortabel und vor allem alltagstauglich werden“, so Hienz. Privatleute, die keine Wallbox zuhause haben, können trotzdem von der Lade-Flatrate profitieren. Umgekehrt funktioniert das Ganze ebenfalls. So kann auch die Wallbox ohne Ladeflatrate erworben werden.

Um das Ganze abzurunden und sowohl ökologisch als auch kostengünstig zu gestalten, bietet E.ON dazu einen maßgeschneiderten preiswerten Ökostrom-Tarif an.

Neue Ladelösungen für alle Ansprüche

Um die Ladeinfrastruktur weiter ausbauen zu können, müssen alle zusammenarbeiten. Auf der einen Seite braucht es ein Angebot und auf der anderen Seite die Bereitschaft aufzurüsten. Dazu stehen vor allem für die öffentliche und halböffentliche Ladeinfrastruktur stets Investitionen an, die sich natürlich auch rechnen sollen. Gerade für die halböffentlichen „Anbieter“ wie Gaststätten oder Parkhäuser von Einkaufszentren dürfte das aber in Zukunft lukrativ sein, denn sie bieten Elektroauto-Nutzer einen klaren Mehrwert. Das haben auch die Anbieter für Ladelösungen erkannt. Für öffentliche oder gewerbliche Parkflächen bietet beispielsweise E.ON eine Ladesäule an, die neben zwei Ladepunkten über einen großen Bildschirm verfügt. Dessen Fläche kann dann vermarktet und an Werbetreibende vergeben werden, was dazu beitragen soll, dass sich die Anfangsinvestitionen schneller wieder einspielen. Aber auch Informationen für Touristen, Mitarbeiter oder Gäste können so schön aufbereitet und vermittelt werden.

In der letzten Zeit hat die sich Anzahl der Ladestationen für Elektroautos nahezu verfünffacht. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland aber noch deutlich hinterher. In den nächsten fünf Jahren wird allerdings noch einiges passieren. Der Trend geht weiter hin zur Elektromobilität. Auch in diesem Jahr werden wieder einige neue Elektroautos vorgestellt, die hoffentlich auch stets im Preis sinken und konkurrenzfähig zu den Verbrennern werden. Zudem fördert die Bundesregierung den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit 300 Millionen Euro. Bleibt abzuwarten, ob die Bemühungen der Elektromobilität den erhofften Aufschwung bringen und die Deutschen vom E-Auto-Fahren überzeugt.

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