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Elipse Therapy: Ballon im Magen hilft beim Abnehmen

Chronisches Übergewicht ist inzwischen zu einem weit verbreitetem Problem geworden. So gelten beispielsweise Zweidrittel der Erwachsenen US-Amerikaner als übergewichtig. Langfristig ist dies allerdings alles andere als gesund und bringt zahlreiche Folgekrankheiten mit sich – beispielsweise Bluthochdruck, Herzprobleme oder Diabetes. Im Normalfall kann man die Gewichtsprobleme dabei durch eine ausgewogenere Ernährung und etwas Sport in den Griff bekommen. Bei besonders schweren Fällen kann aber auch der Einsatz von Medikamenten oder sogar eine Operation notwendig werden. Die Firma Allurion Technologies hat nun allerdings eine weitere Variante entwickelt. Dabei wird im Magen der Patienten ein mit Wasser gefüllter Ballon platziert. Dieser sorgt dann für ein Sättigungsgefühl.

Ballon verbleibt vier Monate im Magen

Im Prinzip handelt es sich also um die selbe Funktionsweise wie bei den japanischen Cellulosenudeln, die ebenfalls als Diätprodukt vermarktet werden. Der Ballon allerdings verbleibt für vier Monate im Magen und entfaltet so eine dauerhafte Wirkung. Anschließend löst er sich selbstständig auf und wird über die Verdauung ausgeschieden. Der große Vorteil der Neuentwicklung liegt dabei darin, dass im Idealfall eine aufwendige und risikoreiche Operation vermieden werden kann. Stattdessen wird der Ballon vergleichsweise einfach verschluckt und füllt sich im Laufe der Zeit über einen Katheter mit Wasser. Die Patienten können dann essen, was auch immer sie wollen – haben dafür aber schlicht weniger Platz im Magen.

Ohne weitere Maßnahmen droht der Jojo-Effekt

Bei ersten Studien mit insgesamt 34 Teilnehmern verloren diese im Schnitt immerhin 22 Pfund an Gewicht. Wer allerdings dauerhaft weniger wiegen möchte, sollte die Zeit nutzen, um auch den eigenen Speiseplan zu überdenken. Denn ansonsten droht nach dem Abbau des Ballons der gefürchtete Jojo-Effekt. Die Entwickler sehen die Elipse Therapy daher auch nur als Einstieg in ein umfassenderes Maßnahmenpaket zur Gewichtsreduzierung. Bisher steht zudem noch die Genehmigung der US-Gesundheitsbehörden aus. Das Unternehmen geht allerdings davon aus, dass die Behörde zeitnah zu einer Entscheidung kommt. Anschließend kann die Vermarktung dann beginnen.

Via: Geek.com

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