Der australische Bundesstaat South Australia (SA) hat seit einiger Zeit immer wieder mit Blackouts zu kämpfen, was zu energisch geführten Diskussionen über Energiepolitik geführt hat. Die Regierung benennt Probleme mit erneuerbaren Energien als Ursache für die Probleme. Eine Lösung könnten Stromspeicher sein, die in Stoßzeiten das Stromnetz entlasten. Bei dem Thema wird man natürlich bei Tesla hellhörig. Gründer und CEO Elon Musk versprach, er könne innerhalb von 100 Tagen ein 100-Megawatt-Batteriespeichersystem erreichten, das die Probleme lösen würde. Sollte ihm dies in der angegebene Zeitspanne nicht gelingen, möchte er die Leistung der Regierung von SA kostenfrei zur Verfügung stellen.


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South Australie leidet unter Energiemangel

Die Energieproblematik in South Australia existiert nun bereits seit Monaten. Die Blackouts begannen im Dezember 2016 und halten bis heute an. Australiens Premierminister Malcolm Turnbull ging sogar so weit, einen nationalen Energienotstand auszurufen. Dies rief Tesla auf den Plan: Lyndon Rive, der früher CEO von SolarCity war und nun unter Elon Musk als Teslas Vice President for Energy Products arbeitet, sagte gegenüber der australischen Publikation AFR, dass Tesla das Problem innerhalb von 100 Tagen in den Griff bekommen könnte. Auf die Nachfrage eines Unternehmers an Silicon Valley an Elon Musk via Twitter, wie ernstzunehmend diese Behauptung sei, antwortete dieser: „Tesla will get the system installed and working 100 days from contract signature or it is free. That serious enough for you?


Ein ambitioniertes Versprechen

Teslas CEO war sich seiner Sache so sicher, dass er auch gleich ein Angebot hinterherschob – ebenfalls via Twitter: Bei einer Gesamtkapazität von 100 MWh oder mehr soll das System 250 US-Dollar pro Kilowattstunde kosten.

Elon Musk ist ein Mensch, der sich gerne mit ambitionierten Versprechen aus dem Fenster lehnt. Allerdings gelang es Tesla bereits im letzten Jahr, in Kalifornien ein 80-MWh-Speicherwerk innerhalb von 90 Tagen zu errichten. Die Produktion in Teslas Gigafactory in Nevada nimmt gerade erst richtig Fahrt auf, und sollte sich die Regierung Australiens entscheiden, das Angebot von Tesla anzunehmen, scheint es nicht unwahrscheinlich, dass Musk sein Versprechen wahr machen könnte.

In jedem Fall könnte ein Batterie-Speicherwerk mit einer entsprechenden Kapazität dabei helfen, die Probleme in SA in den Griff zu bekommen. Das System könnte in Zeiten mit niedriger Last Energie speichern und diese dann zu Zeiten, in denen Energie fehlt, wieder freizugeben.

via The Guardian

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