Manchmal hat Elon Musk so viele Ideen und Visionen gleichzeitig, dass selbst interessierte Beobachter schon einmal durcheinander kommen können, welches seiner zahlreichen Projekte er gerade verfolgt. So auch bei seiner neuesten Firmengründung „The Boring Company“. Diese soll Tunnel bohren – so viel steht fest. Außerdem wurde nun bekannt, dass bereits im Oktober eine erste Genehmigung erteilt wurde: Im US-Bundesstaat Maryland soll ein zweiröhriger Tunnel mit einer Länge von rund zwanzig Kilometern entstehen. Unklar blieb aber lange, wofür die Röhren genutzt werden sollten: Für den von Musk propagierten Hyperloop oder das von ihm entworfene System, bei dem die Autos auf elektrisch angetriebenen Schlitten durch den Tunnel transportiert werden?


Mit dieser Maschine soll der Tunnel gebohrt werden. Bild: Elon Musk

Der Baubeginn soll bereits im nächsten Monat sein

Inzwischen steht fest: Die Route des Tunnels verläuft zwar genau auf der geplanten Hyperloop-Strecke zwischen New York und Washington – ein Hyperloop wird dort aber noch nicht entstehen. Vielmehr sollen Passagiere und Autos mit normal fahrenden Transportvehikeln ans Ziel befördert werden. Magnetschwebetechnik wird also nicht zum Einsatz kommen. Dies geht aus einem E-Mail-Verkehr zwischen Musks Unternehmen SpaceX und dem Verkehrsminister von Maryland hervor. Die Bauarbeiten für den Tunnel sollen bereits im Januar beginnen. Bislang ist nicht bekannt, wann die Röhren fertiggestellt sein sollen. Bei Musk ist es mit fixen Terminen allerdings so eine Sache: In der Vergangenheit erwiesen sich einige seiner Ankündigungen als etwas zu optimistisch.

Musk sieht den Tunnelbau nicht als großes Problem an

In Maryland kann er nun aber zumindest unter Beweis stellen, dass das Bohren von Tunneln tatsächlich so einfach ist, wie von ihm propagiert. Denn er ist natürlich nicht der erste Mensch, dem die Idee kam, einen Teil des Verkehrs unter die Erde zu verlegen. Bisher erwiesen sich entsprechende Baumaßnahmen aber oftmals als langwierig und kostspielig – weshalb viele Städte diese Mühen eher scheuen. Musk hingegen nannte seine Firmengründung bewusst „Boring Company“ – was nicht nur „bohrend“, sondern auch „langweilig“ bedeuten kann. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, wie einfach die geplanten Arbeiten angeblich sind. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Optimismus beim ersten Praxistest in Maryland bestätigen wird.

Via: Capital News Service


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1 Kommentar

  1. eisvogel

    20. Dezember 2017 at 13:49

    Ich frag mich grad, was passiert, wenn das Vakuum in der Röhre plötzlich durch ein Leck oder Terroranschlag auf 0 bar abfällt?
    Wird die Luft in der Röhre durch den Zug dann komprimiert und könnte die Röhre dadurch bersten?

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