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Energica Ego: Das leistungsstarke E-Motorrad aus dem 3D-Drucker

Die 3D-Drucker sind weiter auf dem Vormarsch. In Zukunft sollen sich auch komplexe Gebilde wie etwa Motorräder oder Autos bequem und schnell ausdrucken lassen. Auch jetzt gibt es schon Studien, die zeigen was bereits möglich ist. Schnell ist der Druckvorgang noch nicht, aber dafür mindestens genauso effizient. Das Energica Ego ist eines der ersten Elektromotorräder, das 2013 vorgestellt wurde, aus Italien kommt und eine Straßenzulassung erhielt. Die Macher des E-Bikes haben nun noch einen drauf gesetzt und fertigen die Teile größtenteils mit einem 3D-Drucker.

Motorrad 3D Drucker

Motorrad aus dem 3D-Drucker (Bild: energicasuperbike.com)

Windform: Superfilament ist das Geheimnis

In Kooperation mit der italienischen Motorradschmiede CRP Technology konnten die Teile für die neue Ego ausgedruckt werden. Schon seit über 20 Jahren beschäftigen sich die Italiener mit beschleunigten Produktionsprozessen beim Motorrad-Bau. Neben den entsprechenden Technologien, wie etwa spezielle Drucker, wird auch an neuen Materialien beziehungsweise Materialzusammensetzungen geforscht. So entsprang den Bestrebungen auch der selbst entwickelte Kunststoff, der auf den Namen „Windform“ hört und sich sehr gut als Filament für 3D-Drucker eignet. Der Stoff ist besonders bruchfest und zudem auch noch schalldämpfend. Windform ist ein neuer Wunderstoff, der auch in der Formel 1 und Raumfahrt bereits zum Einsatz kommt. Die Eigenschaften sind verblüffend. Das Material ist bestens dafür geeignet ausgedruckt zu werden, darüber hinaus können auch einzelne Teile nach der Produktion auch einfach abgwandelt beziehungsweise angepasst werden. Das ermöglicht einen hohen Grad an Flexibilität, wohlgemerkt neben der beschleunigten Produktionsprozesse.

Ego Elektromotorrad

Kraftvolles Elektromotorrad mit Sound

Elektromotorräder sind alles andere als unlukrativ. Der Mangel an Sound wird mit dem gehörigen und sofort anliegendem Drehmoment kompensiert. Die Ego braucht drei Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 240 km/h, hier wird Hersteller-seitig abgeriegelt. Je nach Fahrstil ist eine Reichweite von 100 bis 150 Kilometer drin. Das langt für einen netten Tagesausflug. Nach einer halben Stunde Ladezeit, zeigt der Akku wieder 80 Prozent an. Bei diesem Elektromotorrad sucht man auch Sound nicht vergebens. Dem Hersteller nach spuckt die gedruckte Ego sogar ein kraftvolles Röhren aus. Insgesamt also eine spannende Maschine, die die Vorfreude auf die kommende Motorrad-Saison gehörig anheizt. Bezüglich der Power, die moderne E-Bikes auf den Prüfstand bringen, kann ich euch noch einmal den Artikel über die TORR empfehlen. Das Teil setzt in weniger als einer Sekunde 240 Nm frei. Eine absolute Kampfbestie.

Die Ego vs Ferarie, Tesla S und Co im Video (noch ohne Röhren-Sound)

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