Insgesamt betreibt der Technik-Konzern Kyocera mittlerweile schon zwei schwimmende Solar-Parks in Japan. Die Symbiose aus Wasser und Solarzellen scheint dabei ziemlich gut zu funktionieren. Die Technik und Schwimmelemente für die gigantischen Strom-Produzenten liefert die französische Firma Ciel et Terre. Im Oktober letzten Jahres unterstützte das Unternehmen auch schon Betreiber aus Großbritannien mit den zukunftsträchtigen schwimmenden Strom-Panelen.


Floating Solar
Bild: Solarpanel auf dem Wasser; Floating Solar (floatingsolarpanels.co.uk)

Erneuerbare Energien sind rar in Japan

Vor knapp drei Jahren wurden die leistungsstarken Schwimmelemente erst auf einem kleinen See in Frankreich getestet. Nun ist die Ciel et Terre Technik auf dem guten Weg die Welt zu erobern. Sauberer Strom wird mehr benötigt denn je. Schließlich befinden wir uns in Mitten des Klimawandels. Die Wasseroberfläche der Seeen Nishihira und Higashihira in Kato City wurden weitläufig mit den Zellen „ausgelegt“. Das Bild vermittelt dabei den Eindruck eines gigantischen Stegs. Bei dem neuen und vor Kurzem erst in Betrieb genommenen Nishihira-Solarpark handelt es sich den Angaben des Betreibers zufolge um den größten schwimmenden Solarpark der Welt. Insgesamt liefern beide Parks im Verbund stolze 2,9 Megawatt grünen Strom. Somit können bis zu 920 Haushalte vom Energie versorgt werden.

Bei den Schwimmelementen handelt es sich um umweltschonende wiederverwertbare Solar-Panele, die darüber hinaus vor Korrosionen und UV-Strahlen geschützt sein sollen. Zudem hält der Hersteller auch fest, dass die Zellen sogar Taifunen Stand halten.


Japan Solarpark
Solarpark in Japan via Kyocera

Solar-Zellen schützen den See

Japan wird seit dem Unglück in Fukushima vermehrt dazu gezwungen den Fokus der Energieerzeugung auf sicherere Technologien zu legen und sich von den Atomkraftwerken zu verabschieden. Das ist jedoch alles andere als eine leichte Aufgabe. Schließlich ist in Japan Bauland ziemlich knapp. Der Umweg über das Wasser ist daher eine ziemlich gute Alternative. Sofern die erneuerbaren Energien kein Bauland beanspruchen sind diese stets willkommen. Zudem entspricht der neue Weg auch den Klimazielen Japans. Das Land möchte vermehrt auf den recht teuren Import von fossilen Brennstoffen verzichten. Wie das Greenpeace-Magazin weiter anmerkt, schützen die schwimmenden Solarplatten auch die Seen vor Verdunstungen, da sie Schatten spenden. Weiterhin hemmen die Elemente das Algenwachstum. Im Gegenzug kühlt das Wasser die Solarpanele, was sich zuletzt auch positiv auf die Stromproduktion auswirkt.

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1 Kommentar

  1. Duwe

    3. Dezember 2015 at 00:45

    Geniale Lösung und umweltfreundlich. Hoffentlich gibt es bald noch mehr davon…

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