Energiesparmöbel regulieren die Raumtemperatur auf natürliche Art und Weise

Energieeffizienz spielt auch in der Architektur eine immer größere Rolle. Im Idealfall spart der Hausbesitzer dann später nicht nur bares Geld, sondern trägt auch seinen Teil zum globalen Klimaschutz bei. Die ideale Lösung für klimaneutrale Häuser ist allerdings noch nicht gefunden, so dass kreative Ideen und das Denken außerhalb der gewohnten Bahnen durchaus noch eine Chance haben. Dies dachten sich auch Raphaël Ménard und Jean-Sébastien Lagrange, die Ingenieurskunst mit Architektur und Design verbanden und so einen Energiespartisch entwickelten. Dieser soll Hitze und Kälte speichern können und so die Raumtemperatur intelligent regulieren.

Credits © Colombe Clier, VIA 2015

Speicherstoffe erledigen die Arbeit

Möglich wird dies durch den Einsatz von Speicherstoffen. Bekanntestes Beispiel für einen solchen Speicherstoff ist Wasser. Wasser kann sich in der Hitze erwärmen und dann später die Wärme nach und nach wieder abgeben. Dies wird beispielsweise an den Küsten sichtbar, wo im Winter die Temperaturen zumeist ein wenig höher liegen als im Rest des Landes. Wasser kann aber auch Kälte aufnehmen und dann beispielsweise als Eiswürfel den Cocktail kühl halten. Von solchen Speichermaterialien gibt es zahlreiche. Einige werden auch bereits im Hausbau eingesetzt und kommen beispielsweise in Wänden zum Einsatz.

Energieeinsparungen zwischen 30 und 60 Prozent möglich

Die Idee des Energiespartisches ist es nun, einen solchen Speicherstoff unterhalb der Tischplatte zu integrieren. Auf diese Weise wird die Temperatur auf natürliche Weise reguliert, weil tagsüber Wärme aufgenommen wird, die dann nachts abgegeben werden kann (und umgekehrt). Theoretisch ließen sich so 30 Prozent der Kühlenergie und bis zu 60 Prozent der Heizenergie einsparen. Damit der Tisch und die weiteren geplanten Möbel allerdings funktionieren, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Es muss einen deutlichen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht geben und die Möbel dürfen nicht in bereits isolierten Räumen zum Einsatz kommen.

Via: Treehugger