Cricket ist ein Freiluftsport, kann aber bei Regen nicht gespielt werden. Spielunterbrechungen aufgrund schlechten Wetters sind daher gerade in England keine Seltenheit. Doch in den letzten Jahren haben die Mitglieder des altehrwürdigen Marylebone Cricket Club eine beunruhigende Entwicklung beobachtet: Die Wetterphänomene werden immer extremer und lassen sich schwerer voraussagen. So wurden im letzten Sommer zahlreiche Cricketplätze durch über die Ufer getretene Flüsse beschädigt. Insgesamt entstand dabei ein Schaden von 3,5 Millionen britischen Pfund. Der „Lord’s Cricket Ground“ blieb davon zwar verschont, dennoch hatte die Flut auch Auswirkungen auf das wohl berühmteste Cricketstadion der Welt. Denn zukünftig soll die Anlage zu einhundert Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden – und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.


Foto: Ben Marsh [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons
Foto: Ben Marsh [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons

Der Lord’s Cricket Ground ist das berühmteste Cricketstadion der Welt

Der Lord’s Cricket Ground wurde 1814 eingeweiht und bietet Platz für 30.000 Zuschauer. Er gilt als die bedeutendste Adresse im Cricketsport und wird daher auch als „Home of Cricket“ bezeichnet. Tatsächlich ist das Stadion aber im Besitz des traditionsreichen Marylebone Cricket Club. Wer bei diesem Verein Mitglied werden möchte, muss sich auf eine Warteliste setzen lassen – und aktuell etwa 27 Jahre Geduld haben. Es handelt sich beim Marylebone Cricket Club und dem Lord’s Cricket Ground also um zwei der altehrwürdigsten Institutionen des Cricketsports. Dass diese nun voll auf den Einsatz Erneuerbarer Energien setzen, ist ein Signal, dass in der englischsprachigen Welt einige Nachahmer ermutigen könnte.

Auch andere Vereine sollen aktiv werden

Tatsächlich hat der Lord’s Cricket Ground alleine natürlich nur einen kaum messbaren Einfluss auf die Klimabilanz Großbritanniens oder gar der Welt. Deutlich größer könnte der Einfluss aber sein, wenn sämtliche Spielstätten des Landes ähnliche Maßnahmen ergreifen. Genau dies wollen der Marylebone Cricket Club und das England & Wales Cricket Board nun befördern. Noch einen Schritt weiter geht die gemeinnützige Organisation The Climate Coalition. Diese hat eine Kampagne namens „Show the Love“ ins Leben gerufen, die sämtliche Sportarten für die Folgen des Klimawandels sensibilisieren soll. Dazu wurde beispielsweise ein Bericht mit dem Titel „Weather Warning“ veröffentlicht. Dieser zeigt detailliert auf, welche negativen Auswirkungen die Klimaveränderungen bereits heute auf die Sportstätten des Landes haben.


Via: Business Green

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