Präventionsmaßnahmen kosten zu Beginn zwar einiges an Geld, sparen langfristig aber enorme Summen ein. Dies gilt insbesondere auch für staatliche Gesundheitssysteme. Alleine der „National Health Service“ (NHS) in Großbritannien gibt rund zehn Milliarden Pfund pro Jahr aus, um eigentlich vermeidbare Krankheiten zu behandeln. Für bestimmte Formen der Diabetes lassen sich dabei Risikofaktoren ermitteln und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen kann das Risiko einer Erkrankung deutlich gesenkt werden. Bisher allerdings kommt es pro Woche in Großbritannien zu rund 100 Amputationen aufgrund von Diabetes. Zudem lassen sich bis zu 20.000 Todesfälle jährlich auf Diabetes zurückführen.


Diabetes Therapie
Diabetes Therapie

10.000 Risikopatienten sollen erreicht werden

In ausgewählten Bezirken in England hat der Nationale Gesundheitsdienst daher Risikogruppen identifiziert und möchte diese nun mit gezielten Präventionskampagnen ansprechen. In einem ersten Schritt wurden dabei rund 10.000 Personen ins Visier genommen. Die Hoffnung der Experten ist dabei, Versuchsergebnisse aus anderen Ländern zu reproduzieren. Dort war es gelungen, die Zahl der tatsächlichen Erkrankungen – durch radikale Veränderungen des Lebensstils – um 30 bis 60 Prozent zu senken. Allerdings war die Anzahl der angesprochenen Personen dabei vergleichsweise gering. Die Kampagne in England stellt nun den ersten Versuch dar, eine größere Zahl an Risikopatienten gleichzeitig zu sensibilisieren.

England sieht sich als weltweit führend

Die Zielsetzung des Gesundheitsdienstes ist dabei durchaus ambitioniert: „Wir verpflichten uns heute das erfolgreichste Land des Planeten zu werden, was die Implementierung dieses evidenzbasierten nationalen Diabetes Präventionsprogramm betrifft“, verkündete Simon Stevens, Chief Executive des NHS anlässlich des Programmstarts. Die Vorsitzende des Vereins Diabetes UK, Barbara Young, setzt ebenfalls viel Hoffnung in die Kampagne des Gesundheitsdienstes: „Dies stellt wirklich einen Richtungswechsel dar, inwieweit Diabetes Typ 2 als Gefahr wahrgenommen wird und wir denken daher, dass das Präventionsprogramm von großer Bedeutung ist“, erklärte die Expertin.


Quelle: Nursingtimes

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