Besucher und Einwohner der koreanischen Hauptstadt Seoul können sich seit einiger Zeit über einen besonderen Service freuen. Entlang des künstlichen Cheonggyecheon Flusses befinden sich zahlreiche Ladestationen für Smartphones oder Tablets. Betrieben werden diese durch die Firma Enomad. Die benötigte Energie stammt dabei von Turbinen, die die Wasserkraft des Flusses in Elektrizität verwandeln. Nun hat die Firma das Konzept weiter entwickelt und für den privaten Gebrauch nutzbar gemacht. Entstanden ist dabei eine – ebenfalls Enomad genannte – tragbare Turbine, die an jedem fließenden Gewässer unterwegs für Strom sorgen kann. Ganz billig ist die Anschaffung dieses Mini-Kraftwerks allerdings nicht: Der erwartete Verkaufspreis liegt bei rund 180 Dollar.


Image: Michael Franco/Gizmag
Image: Michael Franco/Gizmag

Zwei Stunden im Wasser laden die Batterie vollständig auf

Dafür soll die Bedienung allerdings auch denkbar einfach sein. Sobald die Hülle entfernt wird, klappen sich die Rotoren von alleine aus und die Turbine kann in ein fließendes Gewässer gesetzt werden. Alternativ ist es natürlich auch möglich den Enomad an einem Seil hinter einem Boot herzuziehen – was sich beispielsweise bei Kajak-Touren auf einem See anbieten würde. Nach Angaben des Herstellers benötigt die Turbine dabei bei normaler Fließgeschwindigkeit rund zwei Stunden, um die integrierte Batterie vollständig aufzuladen. Anschließend können die Rotoren dann wieder eingeklappt werden und es kommen USB-Anschlüsse zum Vorschein. Dort können Smartphones dann mit dem normalen Ladekabel angeschlossen werden.

Der Enomad kann zudem auch als Nachtlaterne genutzt werden

Eine Batterieladung reicht dabei immerhin für in etwa zwei Ladungen des iPhone 6 aus. Das Mini-Wasserkraftwerk ist also deutlich schneller bei der Energiegewinnung als die meisten tragbaren Solarladegeräte. Die gewonnene Energie kann aber auch noch anderweitig genutzt werden – der Enomad kann nämlich auf relativ simple Weise auch als Nachtlaterne zum Einsatz kommen. Finanziert werden soll die Produktion des Mini-Kraftwerks dabei per Crowdfunding. Die entsprechende Kampagne auf der Plattform Kickstarter soll im Juli starten. Dort bereits erfolgreich war ein ähnliches Projekt namens Blue Freedom: Die tragbare Turbine für unterwegs sammelte insgesamt 190.353 Dollar ein, wurde bisher aber noch nicht ausgeliefert.


Via: Neowin

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