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Erbrechende Maschine hilft die Verbreitung des Norovirus zu verstehen

Das Norovirus ist für die Betroffenen äußerst unangenehm. Der Magen spielt verrückt und nutzt alle erdenklichen Wege, um den eigenen Inhalt wieder loszuwerden. Alleine in den Vereinigten Staaten sind jährlich rund zwanzig Millionen Menschen von den Symptomen des Virus betroffen. Bisher allerdings ist sich die Wissenschaft noch uneinig darüber, wie sich das Virus genau ausbreitet. Wissenschaftler der „North Carolina State University“ haben nun eigens eine Maschine entwickelt, die zeigen soll, was mit den Bakterien passiert, wenn sich die Betroffenen übergeben. Die Frage dabei war, inwieweit sie sich in der Luft verbreiten und dort eventuell eine Gefahr für andere Menschen darstellt.

Via: Gizmag Credit: Grace Tung-Thompson/North Carolina State University

Via: Gizmag Credit: Grace Tung-Thompson/North Carolina State University

Tests wurden mit einem Ersatzvirus durchgeführt

Die Maschine soll dabei den Werdegang des Erbrochenen im menschlichen Körper nachbilden: Vom Magen über die Speiseröhre bis hin zum Mund. Der künstliche Kotzvorgang findet dann allerdings in einem mit entsprechender Messtechnik ausgestatteten Glaskasten statt. Dieser soll theoretisch auch dafür sorgen, dass keine Bakterien nach draußen gelangen können. Aus Sicherheitsgründen kamen aber dennoch keine richtigen Noroviren zum Einsatz, sondern ein Bakterienvirus namens MS2, das ähnliche Eigenschaften aufweist – für den Menschen aber völlig ungefährlich ist. Das Ergebnis der Tests war dennoch beunruhigend: Immerhin 0,3 Prozent der Viruspartikel verbreiteten sich tatsächlich in der Luft.

Die Maschine hilft die Verbreitung des Norovirus einzudämmen

„Und das ist genug, um es zu einem Problem werden zu lassen, denn es braucht nur sehr wenige, vielleicht weniger als zwanzig, um eine anfällige Person krank zu machen“, erklärt Lee-Ann Jaykus, Professor für Lebensmittelwissenschaft an der North Carolina State University. „Die Maschine mag ein bisschen eigenartig wirken, aber sie hilft uns eine Krankheit zu verstehen, die Millionen von Leuten betrifft. Es ist Arbeit, die uns hilft, die Verbreitung des Norovirus zu unterbinden oder einzudämmen – und daran ist nichts Eigenartiges“, so die Forscherin weiter.

Via: Gizmag

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