Noch verlassen wir uns im Energiesektor zu einem nicht unwesentlichen Teil auf fossile Brennstoffe, und auch unsere Autos werden größtenteils von erdölbasiertem Treibstoff angetrieben. Aber auch wenn über den genauen Zeitpunkt gestritten und diskutiert wird wohl kaum jemand ernsthaft bezweifeln, dass der Vorrat an fossilen Brennstoffen auf unserem Planeten begrenzt ist. Es müssen also Alternativen her. Eine Firma aus Rostock hat kürzlich eine Pilotanlage in Betrieb genommen, die auf einer Technik beruht, die Erdöl und Kohle in Zukunft überflüssig machen könnte.


Mit Methanol in die Zukunft

Die Anlage verwendet Enzyme, Kohlenstoffdioxid aus der Luft, Wasser und grünen Strom, um Methanol zu erzeugen. Dieses kann dann als Energiespeichermedium fungieren.


Das Projekt wurde auf den Namen Willpower Energy getauft und wird von der Rostocker Firma Gensoric betrieben. Der Bau der Anlage wurde von der RWE-Tochter Innogy unterstützt, die über eine Methanolbrennstoffzelle Autos und ein Fahrgastschiff antreiben will.

„Unser Know-how und unsere Patente machen uns erst richtig interessant für große Konzerne wie Innogy, die bemüht sind, vielversprechende Innovationen zu fördern“, so Nils Methling von Gensoric. Die Pilotanlage liefert große Datenmengen, die von Gensoric dazu genutzt werden, die Anlage stetig zu verbessern.

Weitere Anlagen sind geplant

Schon 2018 möchte Gensoric weitere Pilotanlagen vorstellen, die für den Einsatz in normalen Wohnhäusern geeignet sein werden. Es gibt bereits eine Reihe Interessenten, darunter namenhafte Architekturbüros. Aber auch Energieunternehmen sind interessiert, um das Methanol als Speichermedium für nicht benötigten Strom aus erneuerbaren Energien zu nutzen.

Aktuell sucht Gensoric nach finanzieller Unterstützung, um das Willpower-System weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen ein Crowdfunding-Projekt eingerichtet, um freies Kapital zu erhalten. Zwar hat das Projekt einen 1,7 Millionen schweren Zuschuss von der EU erhalten, aber dessen Verwendung ist relativ genau vorgegeben. Bereits ab 150 Euro können Investoren auf der Internetseite der Deutschen Mikroinvest zu dem Projekt beitragen – mit einer Rendite von bis zu 8,25 Prozent im Jahr.

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2 Kommentare

  1. Lars Hartmann

    24. Juli 2017 at 16:53

    Ich glaube, der Autor dieses Beitrags hat in Physik und Chemie nicht aufgepasst und ihm scheint der 2. Hauptsatz der Thermodynamik völlig fremd zu sein 🙂
    Das Methanol bei der endothermen Reaktion entsteht nicht einfach so, sondern es muss Energie in Form von elektrischem Strom zugeführt werden und zwar mindestens soviel, wie dann bei der Verbrennung (exotherme Reaktion) des Methanol wieder in andere Energieformen (z.B. kinetische oder Wärmeenergie) wieder freigesetzt wird.
    Und ich glaube kaum, dass der Wirkungsgrad dieses Verfahrens bei 100% liegt. Die sinnvolle Information für den Leser, welchen Wirkungsgrad denn dieses Verfahren hat, liefert der Autor dieses Beitrags leider nicht.
    Nen bisschen mehr Naturwissenschaften und nen bisschen weniger BWL in der Schule und schon würde man sich weniger lächerlich machen 🙂

  2. Alexander Trisko

    24. Juli 2017 at 17:28

    Wer den Artikel aufmerksam liest, der wird feststellen, dass durchaus erwähnt wird, dass der Prozess die Zuführung von elektrischem Strom verlangt.

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