Die Internationale Raumstation ISS ist eine der letzten Bereiche, in denen die USA und Russland noch weitgehend konfliktfrei miteinander kooperieren. Doch zuletzt hatten die beiden Nationen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen: Raketen, die Nachschub zur bemannten Raumstation bringen sollten, schafften es nicht bis ins Weltall und konnten so ihre Versorgungsaufgabe nicht wahrnehmen. Da die Ursache dieser Probleme noch nicht endgültig geklärt ist, können die beiden Staaten aktuell auch keine Versorgungsflüge mehr durchführen. Zwar versichern die zuständigen Experten, dass kein akuter Versorgungsmangel auf der ISS droht. Die dort aktuell wohnenden Astronauten dürften aber durchaus erfreut sein, dass nun Japan in die Bresche gesprungen ist und erfolgreich eine Transportrakete ins Weltall geschickt hat.


Credit: NASA TV
Credit: NASA TV

Neue Akkus sollen mehr Solarstrom speichern können

Die HTV-6 genannte Rakete wird dabei am Dienstag an der Raumstation eintreffen und soll dann mithilfe des dort vorhandenen Greifarms andocken. An Bord befinden sich unter anderem sechs leistungsfähige Lithium-Ionen-Akkus. Diese sollen die aktuell dort im Einsatz befindlichen Nickel-Hydrogen-Akkus ersetzen und die Energie speichern, die durch die Solarmodule an der Außenseite der Station gewonnen wird. Außerdem wird die japanische Rakete frisches Wasser, benötigte Ersatzteile und einige wissenschaftliche Experimente ins Weltall bringen. Die Transportkapsel wird insgesamt fünf Wochen an der Station angedockt bleiben. Anschließend werden die Astronauten die Kapsel mit Müll beladen und in der Erdatmosphäre verglühen lassen.

Japanische Forschern arbeiten an der Stromübertragung aus dem Weltall

Erst vor acht Tagen war eine russische Progress Transportrakete der nationalen Raumfahrtagentur daran gescheitert, die Erdumlaufbahn zu erreichen. Die NASA wiederum besitzt aktuell keine eigenen Transportkapazitäten. Vielmehr soll diese Aufgabe von privaten Unternehmen übernommen werden. Allerdings hatte auch der private Anbieter SpaceX in den letzten Jahren mehrmals mit gescheiterten Transportmissionen zu kämpfen. Die japanische Raumfahrtorganisation JAXA konnte diese Aufgabe nun allerdings erfolgreich meistern. Japanische Forscher arbeiten zudem bereits seit längerem daran, Strom aus dem Weltraum auf die Erde übertragen zu können. Im letzten Jahr war dabei ein Durchbruch gelungen und es konnte erstmal kabellos Strom über eine Strecke von fünfzig Metern transportiert werden.


Via: New Atlas

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