Roboter werden bereits seit längerem eingesetzt, um weit entfernte Planeten und ähnliche Gebilde genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Steuerung ist dabei aber gar nicht so einfach: Aufgrund der weiten Entfernung, erreichen die Befehle von der Erde aus ihr Ziel immer erst mit starker Verzögerung. Die Roboterfahrzeuge agieren daher weitgehend autonom und nach vorher einprogrammierten Vorgaben. Höhlen lassen sich auf diese Weise aber beispielsweise nur sehr schwer erkunden. Die European Space Agency arbeitet daher an einer Technik, die Roboter direkt aus dem All zu steuern. Ein erster Test war dabei erfolgreich: Der britische Astronaut Tim Peake steuerte von der Internationalen Raumstation ISS aus ein Roboterfahrzeug auf der Erde.


Credit: UK Space Agency (Max Alexander)
Credit: UK Space Agency (Max Alexander)

Astronauten könnten einen Roboter von der Mars-Umlaufbahn aus steuern

Die Forschungsarbeit könnte dabei bereits in wenigen Jahren relevant werden. Denn Experten gehen davon aus, dass die erste menschliche Marsmission den Planeten noch nicht betreten wird. Um die Risiken zu minimieren, dürfte der Planet zunächst umflogen werden. Im Vorfeld der ersten Mondlandung, agierte die NASA zumindest in ähnlicher Art und Weise. Dieser erste Flug um den Mars herum, könnte dann aber genutzt werden, um detaillierte Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Planeten zu gewinnen. So könnte ein Roboterfahrzeug auf dem Mars zum Einsatz kommen, das dann von den Astronauten auf der Mars-Umlaufbahn gesteuert wird.

Der Test von der ISS aus verlief erfolgreich

Die Zeitverzögerung der Befehle ließe sich so auf weniger als eine Sekunde reduzieren. Während des nun durchgeführten Tests musste Peake einen potentiellen Marsrover durch eine nachgebaute Marslandschaft steuern. Die Schwierigkeit dabei: Der Raum wurde abgedunkelt und die gesuchten Gegenstände waren nur unter UV-Licht zu erkennen. Der britische Astronaut musste also nicht nur Hindernissen ausweichen, sondern auch noch regelmäßig zwischen normaler Beleuchtung und der UV-Lampe wechseln. Er meisterte diese Aufgabe allerdings mit Bravour, so dass davon auszugehen ist, dass diese Technik auch bei einer Marsmission genutzt werden könnte.


Via: UK Space Agency

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