In den sonnigen Tagen lief es auch mit der Stromproduktion über Solarkollektoren prima. Ab einem gewissen Grad müssen die Anlagen jedoch gedrosselt werden. Das Stromnetz kann schließlich keinen Strom speichern. Um Schwankungen auszumerzen, wird das Ganze entsprechend reguliert. Schade dabei ist, dass an manchen Tagen mehr Strom gewonnen werden könnte, dieser jedoch „verfällt“ da es an Speichermöglichkeiten hapert. An diesem Problem wollen Forscher aus Aachen ansetzen und arbeiten daher an einem Groß-Batteriespeicher, der sich zunächst im Rahmen eines Versuchs- und Praxistest behaupten muss. Geht das Konzept auf, könnten die Forscher mit dieser neuen Mega-Batterie die Stromversorgung revolutionieren. Der geplante Speicher soll 5 Megawatt Strom beherbergen können und ab 2016 für ein Jahr lang in Betrieb genommen werden.


Großbatteriespeicher
Großbatteriespeicher aus Aachen (Bild: M5bat)

Aachener Demonstrationszentrum ist bisher einzigartig

Der herausragende Großbatterie-Speicher wird im Rahmen der „Förderinitiative Energiespeicher“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Der Bund trägt die Hälfte der Gesamtkosten, die sich auf etwa 13,4 Millionen Euro beziffern. Der Prototyp, dessen Bau bereits begonnen hat, sei den Forschern zufolge bisher einzigartig. Der Komplex besteht aus fünf Modulen in denen jeweils unterschiedliche Batterie-Technologien (Lithium-Ionen-Technologie, Hochtemperatur- und Blei-Technologie) zum Einsatz kommen. Es soll dabei unter anderem auch herausgefunden werden, welcher Speichertyp am meisten Potential hat. Interessant ist dabei, ob sich ein einzelner Typ durchsetzen wird, oder eine Kombination von mehreren Technologien der Schlüssel für die zukünftige Energieverwaltung ist. Ich tippe auf die Kombi-Variante, lasse mich aber gern auch eines Besseren belehren. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen in spätere Batteriespeicher einfließen.

Großbatteriespeicher


2016 soll der in einem umbgebauten Bürogebäude eingesetzte Großbatterie-Speicher in Betrieb genommen werden und ein Jahr lang Daten liefern. Die unterschiedlichen Batterietypen werden auf einer Fläche von 500 Quadratmetern verteilt und an das örtliche Stromnetz angeschlossen. Die Industrie und die RWTH Aachen sind ebenfalls an dem einzigartigen Demonstrationszentrum beteiligt. Mit der Anlage soll: „die technische und wirtschaftliche Eignung von Energiespeichern“ erprobt werden, schreibt die Website M5bat.

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