Die Energiepreise in den Vereinigten Staaten sind in den letzten Jahren massiv gesunken. Dies liegt vor allem daran, dass durch unkonventionelle Fördermethoden – besser bekannt als Fracking – die heimische Öl- und Gasförderung massiv angestiegen ist. Die fossilen Brennstoffe müssen also nicht mehr teuer importiert werden. Eine Lösung für alle Ewigkeiten ist dies allerdings nicht. Denn zum einen bringt das Fracking auch massive Nachteile für die Umwelt mit sich und zum anderen sind fossile Brennstoffe schon per Definition nur begrenzt verfügbar. Mit Hilfe von Steuererleichterungen hat die US-Regierung daher auch den Ausbau der umweltfreundlichen Windenergie gefördert – und zwar durchaus mit Erfolg: Inzwischen sind landesweit mehr als 50.000 Windräder aktiv.


Windenergie Windräder
Foto: Wind power, Håkan Dahlström, Flickr, CC BY-SA 2.0

Rund fünf Gigawatt kamen im letzten Jahr hinzu

Gemeinsam besitzen diese modernen Windmühlen dabei eine Kapazität von 70 Gigawatt. Diese etwas abstrakte Zahl lässt sich mit Leben füllen, wenn man einen Vergleichswert heranzieht. So entsprechen 70 Gigawatt in etwa der Menge des gemeinsamen Strombedarfs der Bundesstaaten Oklahoma, Nebraska, Kansas, Colorado und Wyoming. Auch die Zuwachsraten sind weiterhin beeindruckend. Noch zu Beginn des Jahres lag die installierte Kapazität aller Windkraftanlagen lediglich bei 65 Gigawatt. Weitere Windräder mit einer Gesamtkapazität von 13,25 Gigawatt befinden sich zudem bereits im Bau, wovon rund vier Gigawatt kurz vor der Fertigstellung sind.

Steuererleichterungen sorgen für neue Windkraftanlagen

„Windenergie ist der größte, einfachste und billigste Weg, die CO2-Emissionen in den Vereinigten Staaten zu senken“, kommentiert Tom Kiernan vom US-Branchenverband „American Wind Energy Association“ die Entwicklung. Allerdings wird der Aufschwung der Windenergie nicht zuletzt auch durch die von der Regierung gewährten Steuererleichterungen getragen. Als diese nämlich 2013 auszulaufen drohten, brach die Installation neuer Windkraftanlagen um mehr als 90 Prozent ein. Ein ähnlicher Einbruch soll sich in den nächsten Jahren allerdings nicht wiederholen, weshalb der Kongress die Steuererleichterungen zuletzt gleich um fünf Jahre verlängerte.


Via: Treehugger

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