Lange Zeit rentierten sich Solaranlagen auf dem Dach vor allem aufgrund der festgesetzten Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Diese wurde mittlerweile allerdings reduziert. Gleichzeitig ist der Strompreis für den Endverbraucher teurer geworden. Inzwischen ist es daher am effizientesten, wenn der Solarstrom direkt im Haus verbraucht wird – und so die monatliche Stromrechnung reduziert. Lange Zeit war dies aber nur eingeschränkt möglich, weil der produzierte Strom sofort verbraucht oder in das öffentliche Netz eingespeist werden musste. Inzwischen gibt es aber die Möglichkeit, private Stromspeicher zu installieren und so einen größeren Teil des Eigenbedarfs über Solarstrom zu decken. Den Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft zufolge tun dies inzwischen immer mehr Bundesbürger.


Auch Mercedes arbeitet inzwischen an Stromspeichern für Privathaushalte. Foto: Mercedes

Schon jede zweite neue Anlage wird mit Stromspeicher installiert

So ist die Zahl der Solarstromspeicher in Deutschland alleine im vergangenen Jahr um 20.000 auf nun insgesamt 60.000 gestiegen. Allerdings gibt es auch noch erhebliches Potential. Denn bei einem Wert von alles in allem 1,6 Millionen Photovoltaikanlagen deutschlandweit, ist somit noch immer nur jede 25. Anlage mit einem eigenen Stromspeicher versehen worden. Bei den neu installierten Modulen sieht es allerdings bereits deutlich besser aus: Hier wird bei immerhin der Hälfte der Anlagen zugleich auch noch ein Solarstromspeicher installiert. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Preise in den letzten Jahren stark gesunken sind. Speicher mit einer Kapazität von bis zu 30 Kilowattstunden kosten heute fast fünfzig Prozent weniger als vor vier Jahren. Was nicht zuletzt darin begründet ist, dass immer mehr Anbieter auf den Markt drängen – zuletzt beispielsweise Mercedes.

Auch die Netzbetreiber profitieren von der Entwicklung

Je höher der Strompreis ist und je günstiger die Stromspeicher installiert werden können, desto attraktiver wird dies für den Verbraucher. Von dieser Entwicklung profitieren allerdings nicht nur die Besitzer der Photovoltaikanlagen, sondern auch die Netzbetreiber. Denn Solarstrom besitzt einen Einspeisevorrang, muss also immer abgenommen werden. An besonders sonnenreichen Tagen führt dies dazu, dass große Mengen Strom in das Netz strömen – und teilweise gar nicht mehr sinnvoll verbraucht werden können. Negative Strompreise sind die Folge. Wird der Strom allerdings zunächst vor Ort gespeichert und später bei Bedarf selbst verbraucht, entschärft sich diese Problematik.


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