Das Schweriner Forschungsinstitut Hiat arbeitet zusammen mit der Firma Hydyne an einer energieautarken Lösung zur autonomen Wärmeversorgung von durchschnittlichen Eigenheimen auf Basis praktischer und die Umwelt schonender Wasserstoff-Speicher. Die neue Heizungsart ist für eine Wohnfläche von etwa 120 Quadratmeter und einen Energiebedarf von 7000 Kilowattstunden pro Jahr vorgesehen.


Heizung
Richtig heizen im Winter: Stellung auf Stufe 3 genügt

Mehr Unabhängigkeit von lokalen Stromanbietern

Dank einer neuen Lösung für die Speicherung von überschüssigen Strom von erneuerbaren Energiequellen, könnten Eigenheimbesitzer in Zukunft gänzlich einen Haaken hinter Strom- und Heizkostenabrechnungen machen. Die Entwicklungen an alternativen Energiewandlungssystemen halten bereits seit zehn Jahren an. Unterstützt wird das aktuelle System von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung. Es soll langfristig eine Lösung gefunden werden, überschüssigen Strom aus Solar- und Windkraftanlagen effizient für Engpässe zwischenspeichern zu können. Einen kurzfristigen Weg stellen dabei Hausbatterien dar. Eine weitere Lösung, präsentiert nun die Hiat gGmbH. Im Kern passiert folgendes. Strom, der über die Solaranlage oder über Windströmungsturbinen generiert wird kann in der Folge dafür eingesetzt werden, Wasser zu Sauerstoff und Wasserstoff zu spalten.

Der somit hergestellte Wasserstoff wird dann in konventionell verfügbaren 200 bar Druckgasflaschen-Bündeln mit jeweils 12 Flaschen zwischengespeichert. Um den Wasserstoff mit dem entsprechenden Druckpotential in die Flaschen zu pressen wurde auch schon ein Druckelektrolyseur entwickelt. Das würde teure Wasserstoffkompressoren ersetzen, was am Ende auch die komplette Anlage günstiger macht. Ein wichtiger Punkt, wenn es um die Amortisation geht. Bei der Wasserstofflösung handelt es sich um einen chemischen Langzeitspeicher, der überschüssige Energie aus erneuerbaren Energien zwischenspeichern kann. Somit können Stromschwankungen gut ausgeglichen werden. Im Vergleich zu elektrischem Strom, kann Wasserstoff als Energiespeicher viel länger genutzt werden. Prinzipiell ist das Heizen mit Wasserstoff auch wesentlich umweltfreundlicher. Zum einen entstehen keine CO2-Emmissionen zum anderen herrscht eine höhere Verbrennungstemperatur als bei Erdgas. Somit wird auch die Entstehung von Stickstoffoxiden vermieden.


3.600 Euro Zuschuss für solare Heizungsmodernisierung

Was das System am Ende kostet ist bisher noch nicht bekannt. Ganz gelegen dürfte dabei allerdings die geplante „Abwrack-Prämie“ für die solare Heizungsmodernisierung kommen. Ab Anfang 2016 will die Bundesregierung die Zuschüsse zum Einbauen von Solar-Heizungen um 20 Prozent erhöhen. Eigenheimbesitzer können die Prämie in Höhe von mindestens 3.600 Euro beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft beantragen. Die Förderung kann beansprucht werden, wenn der Zeitpunkt der Erst-Inbetriebnahme nach dem 1. Januar 2016 fällt.

Video: Heizen mit der Sonne

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2 Kommentare

  1. David Kummer

    28. Dezember 2015 at 19:40

    Druckelektrolyseur entwickelt–> Der Link ist tot, verweist immer auf eine Leere Seite.
    Sonst finde ich das ne gute Idee.

  2. Michael Kammler

    29. Dezember 2015 at 12:03

    Hi David, verlinkt ist die PDF zu dem Teil und die funktioniert bei mir, mobile und auch auf dem Desktop-PC.

    Grüße Micha

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