In Norwegen wird im Jahr 2015 die weltweit erste elektrisch angetriebene Autofähre in Betrieb genommen. Insgesamt ist der Katamaran rund 80 Meter lang und kann 120 Autos sowie 360 Passagiere transportieren. Ihren Betrieb soll die elektrisch angetriebene Fähre auf dem norwegischen Sognefjord aufnehmen und dort die Städte Lavik und Oppedal miteinander verbinden.


Elektrisch angetriebene Fähre lädt in 10 Minuten (Bildquelle: phys.org)
Elektrisch angetriebene Fähre lädt in 10 Minuten (Bildquelle: phys.org)

Zum Antrieb nutzt die Fähre zwei über 10 Tonnen schwere Elektromotoren, die jeweils einen eigenen Propeller antreiben. Mit diesem Antrieb soll die Fähre eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 10 Knoten erreichen. Besonders ist auch, dass die Batterien der Fähre in nur 10 Minuten voll geladen werden können.


Gemeinsame Entwicklung von Siemens und Norled

Siemens und die norwegische Werft Norled haben die neuartige Fähre gemeinsam entwickelt. Während des Betriebes erreicht der Antrieb eine Leistung von nur 440 kW. Dabei sind die Motoren sogar in der Lage eine Spitzenleistung von 800 kW zu erreichen. Im Verhältnis zu einer Vergleichbaren dieselbetriebenen Fähre die eine Leistung von 1500 kW benötigt erscheint die Leistung recht gering. Dies wird dadurch erreicht, dass man bei der elektrisch angetriebenen Fähre auf Materialien wie Aluminium setzt, das im Vergleich zu Eisen deutlich weniger an Gewicht mit sich bringt. Es ist die Rede davon, das die Fähre gerade einmal halb soviel auf die Waage bringt, wie ein vergleichbares Modell aus Eisen.

Batterien puffern den benötigten Ladestrom

Wenn die Fähre an dem jeweiligen Anleger andockt, können die Batterien die die Motoren mit Energie versorgen innerhalb nur 10 Minuten aufgeladen werden. Um die örtlichen Stromnetze nicht zu überlasten, sollen an den Anlegern Batterien vorhanden sein, die sich aus den Stromnetzen aufladen. Ansonsten würde die Fähre zu schnell zu viel Energie aus den Leitungsnetzen der Ortschaften abziehen. Wenn man einmal von den Einsparungen an Diesel Kraftstoff absieht, bringt die elektrisch angetriebene Fähre natürlich auch viel Positives für die Umwelt. Die aktuellen Fährverbindungen benötige je Jahr 260.000 US-Gallonen (umgerechnet rund 984.000 Liter) an Dieselkraftstoff und verursachen Emissionen von 2680 Tonnen CO2 und 37 Tonnen Stickoxiden. Bleibt den Planern und Entwicklern zunächst einmal abzuwarten, wie sich die elektrisch angetriebene Fähre im täglichen Einsatz bewährt, um dann zu entscheiden ob man weitere dieser Fähren bauen und in Betrieb nehmen sollte.

Quelle & Bild

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7 Kommentare

  1. Phillsen

    21. Januar 2013 at 19:52

    Ähm, das kann fast keine Batterie im sinne eines Galvanischen Elements sein. In so kurzer Zeit würde der Ladestrom die Batterie aufgrund ihres Innenwiderstands zum Schmelzen bringen.
    Das klingt vielmehr nach nem fetten Kondensator.
    Und bei der Größe des Schiffs spielt es auch keine Rolle, dass der eventuell ein paar Tonnen wiegt.

  2. eWulf

    22. Januar 2013 at 06:25

    @Phillsen: Da stimm ich dir voll und ganz zu!
    Ich denk eher, die Batterie wird am Anfang voll aufgeladen (was wohl xx-Stunden dauern dürfte), und bei jedem Andocken wird die Batterie wieder ein bisschen und nach Dienstschluss wieder voll aufgeladen.
    Die Idee mit dem „fetten“ Kondensator find ich nett. Nur will ich garnicht wissen, was passiert, wenn dieser mal nen Kurzschluss hat (ein falsch gepolter Kondi macht einen schönen Knall *grins* )

  3. werner

    22. Januar 2013 at 08:29

    Hallo, interessanter Artikel. Aber warum muss eine deutschsprachige Seite statt metrischen Massen (Liter) Imperial (Gallonen) angeben und wo habt ihr eure Zahlen her ??? Im Originalartikel (siehe http://www.siemens.com/innovation/en/news/2013/e_inno_1301_2.htm) steht: „The vessel currently serving this route uses approx one million liters of diesel a year and emits 2680 metric tons of carbon dioxide and 37 metric tons of nitrogen oxides.“ Recherche tut not.

  4. Trends der Zukunft

    22. Januar 2013 at 15:52

    „currently“ bedeutet aktuell. Also die Fähre die momentan fährt. Mit der neuen Fähre soll dann eben dieser Verbrauch eingespart werden.

  5. werner

    22. Januar 2013 at 17:19

    @Trends der Zukunft: Was wollt ihr mir damit Neues sagen ?
    In eurem Bericht steht :“Die aktuellen Fährverbindungen benötige je Jahr 260.000 US-Gallonen an Dieselkraftstoff und verursachen Emissionen von 628 Tonnen CO2 und 16,5 Tonnen Stickoxiden.“
    Im Original steht: “The vessel currently serving this route [also die Fähre die momentan fährt !] uses approx one million liters of diesel a year and emits 2680 metric tons of carbon dioxide and 37 metric tons of nitrogen oxides.”
    Eure Zahlen stimmen also hinten und vorne nicht. Und eine Antwort auf meine Fragen war das auch nicht.

  6. Birgit

    22. Januar 2013 at 19:46

    Sorry lieber Werner. Da haben sich in der Artikel Recherche verschiedene Maß Systeme miteinander vermischt. Sollte in Zukunft nicht mehr vorkommen. War mein Fehler und du hast natürlich recht.

    Gruß Birgit

  7. werner

    23. Januar 2013 at 08:30

    Keine Ursache ! 😉

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