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Erste konkrete Pilotprojekte für Ocean Cleanup System

Spannende Entwicklung: Ein 20-jähriger sorgt sich nicht nur um die vermüllten Weltmeere, sondern arbeitet sogar ein Konzept aus, um diesen desolaten Zustand zu beenden. Dieses Projekt, über das wir bereits berichteten, nimmt nun ganz konkret Gestalt an – und zwar zunächst in niederländischen Gewässern.

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Erste große Testrunde im zweiten Quartal dieses Jahres

Boyan Slat heißt der findige junge Mann, der es mit dem überbordenden Plastikmüll der Weltmeere aufnehmen möchte. Sein 2000 Meter langes Ocean Cleanup System schwimmt auf der Wasseroberfläche und treibt mit der Meeresströmung. Dabei sammelt es sämtliches Treibgut auf und beförderte es in einen Sammelbehälter. Finanziert wurde das Projekt mittels Crowdfunding, anerkannte Wissenschaftler stiegen bei der Entwicklung mit ins Boot. Seit Monaten kartographieren an der Aktion beteiligte Forscher bereits 3.500.000 Quadratkilometer Ozean, um den Plastikmüll zu orten. Die erste große Testrunde für das Ocean Cleanup findet ganz in unserer Nähe statt, und zwar im zweiten Quartal des Jahres 2016 in niederländischen Gewässern.

Die erste Installation richtet sich nach diversen rechnergestützten Berechnungen sowieden Testergebnissen aus einem Versuch mit einem maßstabsgetreuen Modell. Slat selbst stammt aus den Niederlanden, darum ist die Standortwahl seines Pilotprojektes nicht sonderlich überraschend. Der junge Erfinder studiert Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Delft, was aber seinem kritischen Blick auf die ökologischen Probleme der Erde keinen Abbruch tut.

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Der schwimmende Müllsammler aus der Vogelperspektive / Foto: Ocean Cleanup

Zuerst vor der niederländischen Küste, dann in der Koreastraße

Das erste Ocean Cleanup System soll in der Nordsee starten, 23 km von der niederländischen Küste entfernt. Es wird, wie der Plastikmüll selbst, mit den Meeresströmungen schwimmen und ihm so stets auf der Fährte bleiben. Das betreuende Team möchte mit Hilfe von Sensoren und Kameras die Effekte von Wellen und Strömungen auf die vorerst 100 m lange Entmüllungsanlage beobachten. Wenn alles genau erforscht ist, wartet eine 2000 m lange Müllbarriere darauf, in der Straße von Korea aktiv zu werden. Geplant ist dieses zweite Pilotprojekt in der zweiten Hälfte des neuen Jahres: Zwischen Japan und Süd Korea schwimmt besonders viel Plastikmüll im Meer. Nach weiteren Tests soll ein weiteres großformatiges System 2020 Teile des vermüllten Pazifiks reinigen.

Quelle: gizmag.com

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