Die dänische Hauptstadt meint es offensichtlich sehr ernst damit, die erste CO2-neutrale Stadt der Welt zu werden: Die Stadtregierung trennte sich nun von sämtlichen Aktien, die mit fossilen Brennstoffen zu tun haben – einfach aus Prinzip.


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Kopenhagene will erste klimaneutrale Stadt der Erde werden

Stadteigener Investment Fond von fossilen Brennstoffen befreit

Der Kopenhagener Oberbürgermeister Frank Jensen bewies echte Konsequenz, als er dem Finanzausschuss seiner Stadt im Januar dieses Jahres den Ausstiegsplan vorstellte: Der insgesamt 1,04 Milliarden schwere Investment Fond sollte um einiges leichter werden, indem Kopenhagen aus allen Aktien von Unternehmen aussteigt, die etwas mit Gas, Öl oder Kohle zu tun haben. Dabei geht es nicht nur um Firmen, die direkt an der Förderung oder an der Raffination der fossilen Brennstoffe beteiligt sind, sondern auch um Zulieferer und Dienstleister dieser Industriesparte. Die Grenze zog Jensen bei 5 % Gewinnanteil aus diesem Bereich: Firmen, die darunter lagen, sollten mit ihren Aktien im Fond verbleiben. Der Finanzausschuss stimmte zu, da sich Kopenhagen auf dem Weg sieht, die erste klimaneutrale Stadt der Geschichte zu werden und deshalb an dieser Stelle eine Pflicht zu erfüllen hat. 2025 soll das hehre Ziel bereits erreicht sein.

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Klima schützen – auch durch konsequente Investitionen

Soziale Akzeptanz und politischer Einfluss schwächen sich ab

Auch die dänischen Gemeinden Frederica und Roskilda sind den Weg Kopenhagens gegangen, ebenso wie andere europäische Städte, beispielsweise Paris und Oslo. Das australische Newcastle hat sich ebenfalls von den »schmutzigen« Energien getrennt, zumindest was seine finanziellen Investitionen betrifft: Noch immer besitzt die Stadt allerdings den weltgrößten Kohlehafen. In Berlin, Stockholm, Amsterdam und London werden ähnliche Überlegungen laut, die soziale Akzeptanz der Gas- und Kohleriesen beginnt allmählich zu bröckeln. Wenn sich nun zugleich der politische Einfluss dieser Firmen abschwächt, könnte der Weg frei werden, ganz neue Ideen zu entwickeln und bereits vorhandene Systeme aus sauberen Energien stärker zu verbreiten.



Quelle: inhabitat. com

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