Die Höhle der Löwen hat sich zu einer echten Social-Event-Show entwickelt. Immer mehr Zuschauer versammeln sich dienstagabends gemeinsam vor dem TV, um die aufregenden Pitches zu verfolgen. Das Vox-Format ist authentisch, unterhaltsam und immer wieder aufs Neuste spannend. In wenigen Minuten beginnt die 8. Folge der aktuellen Staffel. Erneut wagen sich sechs Startups in die Höhle der Löwen und hoffen auf hilfreiche Investments. In der Löwen-Jury sitzen Frank Thelen, Jochen Schweizer, Judith Williams, Ralf Dümmel und der Chef des internationalen Handelsunternehmens DS Produkte, und AWD-Gründer Carsten Maschmeyer.


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Wir haben uns die heutigen Starups schon einmal genauer angeschaut und wollen nun noch einmal eine kompakte Zusammenfassung liefern.


Evopark

Den Beginn machen der BWL-Student Max Messing und seine drei Kommilitonen, die zusammen evopark gegründet haben. Hierbei handelt es sich um den Versuch, das Parken des Autos in Zukunft zu revolutionieren. Evopark besteht im Kern aus einer Plastikkarte, die über Funk mit Parkhausschranken kommuniziert und einer App. Evopark-Nutzer können bargeldlos Parkhäuser befahren, dort parken und diese auch wieder verlassen, ohne vorher die Parkkarte noch entwerten zu müssen. Die Parkgebühren werden am Monatsende zusammengeführt abgebucht. Dank entsprechender Kooperationen, unter anderem mit Audi und Porsche, können Audi und Porsche-Fahrer sogar die ersten drei Monate kostenlos parken, wenn sie evopark nutzen. Bisher ist evopark in 17 Städten und unzähligen Parkhäusern bereits verfügbar. Um das Unternehmen noch weiter ausbauen und bundesweit an den Start bringen zu können, benötigen die vier Gründer 1,5 Millionen Euro von den Löwen. Dafür sind sie gewillt schmale 15 Prozent Anteile abzugeben. Eine hohe Bewertung zu ziemlich niedrigen Konditionen. Mit Porsche ist bereits ein großer Player in evopark investiert. Ob die Löwen dann noch wirklich zuschlagen, bleibt abzuwarten. Bekanntlich wollen Thelen und Co mehr als 15 Prozent und ebenfalls ist auch kein Geheimnis, dass stille Beteiligte nicht gern gesehen sind. Es bleibt dennoch spannend.

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Onkel Wolle

Katja und Markus Lambrecht aus Duisburg haben beim Autokauf zwei Mal schon danebengegriffen und wurden über das Ohr gehauen. Beim dritten Anlauf wurde dann Katjas „Onkel Wolle“ zu Rat gezogen. Der gelernte KFZ-Mechaniker begutachtete das Auto und verhandelte auch über den Preis. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein Experte nicht so einfach aus der Reserve gelockt und hier oftmals auch noch am Preis geschraubt werden kann. Angetan von dem „Erlebnis“ haben sich Katja und Markus dazu entschlossen 2015, mit Hilfe der Schuldfreundin Gianna Guardabasso, die Plattform „Onkel Wolle“ zu lancieren. Seit dem Start können Kunden auf der Website auf eine professionelle Begleitung beim Gebrauchtwagenkauf setzen. Beinhaltet ist eine Begleitung von einem KFZ Mechaniker bis zum Autoverkäufer vor Ort, sowie eine technische Untersuchung, eine Probefahrt als auch Verhandlungen über den Endpreis. Die Begleitung hat aber auch ihren Preis und zwar 119 Euro. Wenn man am Ende ein zuverlässiges Auto bekommt und vielleicht auch noch ein paar Euro handeln konnte, sind die 119 Euro recht schnell wieder eingespielt. Onkel Wolle benötigt 50.000 Euro und würde dafür 15 Prozent des Unternehmens an einen der Löwen abgeben.

SunnyBAG

SunnyBAG verwandelt Rucksäcke und Taschen in mobile Stromproduzenten. Solarplatten in einen Rucksack gesteckt ist keine bahnbrechende Innovation. Wir haben derartige Produkte bereits vor Jahren getestet. Was die SunnyBAGs jedoch ausgezeichnet ist die optisch ansprechende Taschenkollektion. So dürften Pokemon-Go-Spieler für die mobile Energiequelle durchaus dankbar sein. Die dünnen und flexiblen Solarpanele sind mit einem Akku gekoppelt und in Taschen oder Rucksäcke der SunnyBAG-Kollektion integriert. Ist die Sonne voll da, reicht die Energie um den Smartphone-Akku innerhalb von zwei bis drei Stunden wieder aufzuladen. Je nach Witterung dauert es auch länger. Alle SunnyBAGs aus der Reihe Business, Faction, Smart und Outdoor wiegen weniger als zwei Kilogramm. Die beiden Gründer Stefan Ponsold und Philip Slapar hoffen in der Höhle der Löwen 200.000 Euro einsammeln zu können. Geboten werden 10 Prozent am Unternehmen.

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Pannenfächer

Der Pannenfächer ist ein sehr interessantes Produkt, das bei Autopannen für mehr Sicherheit sorgen soll. Richard „Richy“ Kaulartz kam die Idee der ausklappbaren Pannenschilder in einem Traum. Seine Schwester Marita Riesner glaubt an ihren Bruder und auch an den Pannenfächer als erfolgreiches Produkt. „Richy erfindet immer irgendetwas“, erzählt Marita, die ihre gesamte private Altersvorsorge in die Entwicklung steckte. Bei den Pannenfächern handelt es sich um reflektierende Neonschilder mit denen verschiedene Botschaften vermittelt werden können. Auf das Dach gestellt, sind die Schilder für alle restlichen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar. Mit den Schildern kann man recht einfach für Klarheit sorgen und auch darüber informieren, dass bereits Hilfe unterwegs ist oder lediglich Benzin benötigt wird. Um die Idee noch weiter ausbauen zu können, benötigt Richy frisches Kapital. Schließlich wartete mit den Anhalterfächern auch schon das nächste Produkt. Hierbei handelt es sich um nützliche Schilder, die Zielstädte enthalten und auch personalisierbar sind. Für 15 Prozent Unternehmensanteile möchte Richy 75.000 Euro von den Löwen. Die Pannenfächer sind bereits bei Amazon verfügbar und aktuell auch im Preis reduziert.

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SuckIt

Max Scharpenack und Elvir Omerbegovic sind Barkeeper mit Leidenschaft und hatten eines Tages die Idee Cocktails zum Lutschen anzubieten. SuckIt wurde bewusst doppeldeutig gewählt, um im Gedächtnis zu bleiben und ein solides Markenimage aufzubauen. Mit knackigen Werbesprüchen gehen die beiden Gründer in die Vollen und wollen auch heute Abend in der Höhle der Löwen überzeugen. Das Wassereis ist beispielsweise in den Geschmacksrichtungen Mojito, Vodka Energy oder Strawberry-Daiquiri erhältlich und demnach auch mit Alkohol versehen. Die SuckIt-Gründer möchten von den Löwen 350.000 Euro haben. Dafür winken 10 Prozent des Unternehmens. SuckIt ist bereits in ausgewählten Supermärkten sowie in Bars und Clubs erhältlich. Den bundesweiten Durchbruch wollen die Gründer unter anderem durch den TV-Auftritt schaffen. Die Sendung wurde bereits im Februar, also vor Sommerbeginn aufgezeichnet. Die Eissaison ist jedoch jetzt vorbei, so dass der Sommerhype in diesem Jahr nicht mehr mitgenommen werden kann. Wer dennoch bei der nächsten WG-Party mit Cocktail-Eis glänzen möchte, der kann bereits bei Amazon zuschlagen. Zehn Tütchen kosten knapp 14 Euro.

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Oscar und Trudie

Stefanie Hofbauer und Thomas Steinbacher bieten unter dem Lable „Oscar & Trudie“ Bio-Hundefutter ohne ungesunde Zusatzstoffe an. Das vom Ehepaar zusammengestellte und in Gläsern verkaufte Hundefutter wird regional und ohne Einsatz von Chemie hergestellt. Beide Unternehmer schöpfen dabei aus einem Pool jahrelanger Erfahrungen mit den Vierbeinern. Hinter dem Bio-Futter für Hunde stecken drei Jahre Entwicklungsarbeit. Als Basis dient ein altes Rezept von Stefanie Hofbauers Großmutter. Drei Sorten werden aktuell im Onlineshop von Oscar & Trudie angeboten. Neben dem Hundefutter verkauft das Ehepaar auch Hundehalsbänder und weiteres Zubehör. 14,85 Euro pro Kilogramm müssen Hundebesitzer für das Bio-Hundefutter hinlegen. Das ist schon eine stolze Summe. Wer bei seiner eigenen Ernährung jedoch ebenfalls darauf achtet Biofleisch zu essen, der weiß was Bio kostet. Das Gründerehepaar benötigt ein Investment in Höhe von 100.000 Euro. Dafür ist das Paar gewillt 20 Prozent der Firma abzutreten.

Oscar & Trudie: Stefanie Hofbauer und Thomas Steinbach Foto: Bernd-Michael Maurer / VOX
Oscar & Trudie: Stefanie Hofbauer und Thomas Steinbach
Foto: Bernd-Michael Maurer / VOX

Auch in dieser Runde „Die Höhle der Löwen“ sind wieder spannende Unternehmer und auch Unternehmensideen dabei. Ob Ralf Dümmel seine Einkaufstour von letzter Woche heute fortsetzt, bleibt abzuwarten. Eigenen Aussagen zufolge klappen 70 Prozent seiner Investments. Das ist durchaus eine Hausnummer.

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