Jimmy Carter gehörte zu den ganz frühen Visionären der Erneuerbaren Energien. Bereits 1979 ließ er auf dem Dach des Weißen Haus 32 Solarpanels installieren. Sein Nachfolger Ronald Reagan hielt von der sich entwickelnden Technologie allerdings deutlich weniger und beendete das Projekt zeitnah nach der Amtsübernahme. In der Solarbranche besitzt Carter allerdings bis heute so etwas wie einen Legendenstatus. Nun hat der Ex-Präsident erneut bewiesen, dass er eine hohe Affinität zu nachhaltiger Energieproduktion hat. In seinem Heimatort Plains, einem kleinen Städtchen mit 683 Einwohnern, verpachtete er ein ihm gehörendes Feld, sodass dort insgesamt 3.852 Solarmodule installiert werden konnten. Die dadurch gewonnene Energie reicht aus, um immerhin fünfzig Prozent des lokalen Strombedarfs zu decken.


Foto: SolAmerica
Foto: SolAmerica

Carter eröffnete die Anlage persönlich

Carter gehört dabei aber nicht nur das Land, auf dem die Module stehen, sondern er zeichnete sich auch sonst als großer Förderer des Projekts aus. So besuchte er regelmäßig die Baustelle und informierte sich über den Fortgang des Arbeiten. Auch bei der offiziellen Einweihung des kleinen Solarkraftwerks ließ es sich der Präsident nicht nehmen, persönlich zu erscheinen. Dabei bracht er sogar die Sonne mit. Denn während das Wetter eigentlich eher bewölkt und neblig war, kamen pünktlich zur Einweihungszeremonie die ersten Sonnenstrahlen hervor. Von wo die Sonne gerade scheint, ist dabei egal, denn die Module können sich automatisch so ausrichten, dass die Stromproduktion am höchsten ist. Die Stromnachfrage in Plains liegt höher als in vergleichbar großen Orten, weil zahlreiche Touristen in den Ort strömen, um sich die Heimat des Ex-Präsidenten anzuschauen.

Der Enkel des Ex-Präsidenten stellte ihm die Idee vor

Dass Carter ausgerechnet jetzt ein solches Solarprojekt in den Fokus rückt, könnte auch als Botschaft an den neuen US-Präsidenten Donald Trump verstanden werden. Dieser hält die Solarenergie für zu teuer und will stattdessen wieder stärker auf Kohle und andere fossile Energieträger setzen. Die Installation der Solarmodule ist aber natürlich schon deutlich vor Trumps Wahlsieg beschlossen worden. Die Idee dazu hatte die Firma SolAmerica, deren Vizepräsident George Mori mit Carters Enkel befreundet ist. Gemeinsam stellten sie das Projekt dann dem Ex-Präsidenten vor, der sofort von der Idee begeistert war. Seine ersten beiden Fragen waren: Wie groß wird die Anlage? Und wann können wir mit dem Bau beginnen?


Via: AJC

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