Wer keinen Internetzugang besitzt, kann auch Facebook nicht nutzen. Dies klingt zunächst wie eine recht offensichtliche Feststellung, ist aber für die zukünftige Geschäftsentwicklung von Facebook durchaus von großer Bedeutung. Denn das Unternehmen ist in vielen entwickelten Märkten bereits Marktführer, so dass das Potential für neue Nutzer vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern liegt. Dort aber sind weite Teile der Bevölkerung noch ohne regelmäßigen Internetzugang. Facebook hat sich in Indien daher mit dem lokalen Konzern Reliance Communications zusammengetan, um dies zu ändern.


Facebook Eiscreme
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Viele Handys – wenig Internet

Die Besonderheit auf dem indischen Markt liegt dabei darin, dass beinahe jeder ein Handy besitzt, aber nur vergleichsweise wenige damit ins Internet gehen können. In Zahlen ausgedrückt: Von den 1,2 Milliarden Einwohnern besitzt immerhin eine Milliarde einen Handyvertrag. Gleichzeitig haben aber nur rund 200 Millionen Inder einen eigenen Internetzugang. Das Potential für potentielle Facebook-Nutzer ist also groß. Dies hat auch Unternehmenschef Mark Zuckerberg erkannt und in einem Blogpost geschrieben: „Um die Welt weiter zu vernetzen, müssen wir Indien vernetzen.“

Kostenloser Basis-Zugang ins Internet

Das Ergebnis dieser Überlegungen ist, dass die Internet.org App nun auch nach Indien kommt. Diese ermöglicht einen kostenlosen Basis-Zugang ins Internet. Kunden in sechs indischen Bundesstaaten, die über einen Handyvertrag bei Reliance Communications verfügen, können die App ab sofort kostenlos nutzen und erhalten so Zugang zu Facebook und 33 weiteren Webseiten. Darunter sind beispielsweise die Newsseite der BBC, aber auch das Internetlexikon Wikipedia und einige weitere hilfreiche Serviceseiten. Der zu Facebook gehörende Messenger-Dienst WhatsApp ist dabei allerdings interessanterweise nicht integriert.
Während die App bisher nur für Android-Handys verfügbar ist, können Kunden mit anderen Smartphones die Seite in ihrem Internet-Browser aufrufen. In den nächsten Monaten soll der Service dann auf weitere Bundesstaaten ausgeweitet werden.


Quelle: tech.firstpost.com

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