Aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerung wird sich die Menschheit nach neuen Nahrungsquellen umsehen müssen. Eine Möglichkeit könnte der Ozean sein. Allerdings ist der normale Fischfang nicht die Lösung – das Ökosystem in den Meeren ist bereits heute durch Überfischung belastet. Eine gute Alternative könnten Fischfarmen sein. Bereits die Nutzung eines kleinen Anteils der Meere könnte die Weltbevölkerung mit Nahrung versorgen. Das legt zumindest eine Studie der University of California, Los Angeles nahe.


Bild: Fishes, Banalities, Flickr, CC BY-SA 2.0

Fisch ist ein wichtiges Nahrungsmittel

Weltweit wurden 2016 etwa 20 kg Fisch pro Person gegessen. Fisch ist ein großes Exportgut mit einem Volumen von 148 Milliarden US-Dollar weltweit. Fische und Meeresfrüchte sind eine wichtige Proteinquelle und viele Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass eine fischreiche Ernährung spürbare Gesundheitsvorteile mit sich bringt.

Irgendwo muss der ganze Fisch jedoch auch herkommen. Und da fangen die Probleme an. Weltweit haben die Fischpopulatioen mit Überfischung zu kämpfen, und die Situation wird immer schlimmer.


Ein Weg, gegen die Überfischung vorzugehen, sind sogenannte Fischfarmen. Diese produzieren Fisch, ohne dass natürliche Bestände angegriffen werden. Aber auch Fischfarmen haben ihre Probleme: Die Zucht von Fischen in flachen Gewässern machen diese anfällig für Krankheiten und Parasiten. Außerdem stellen die Farmen aufgrund der Ausscheidungen der Tiere ein Umweltproblem dar. Die Studie der UCLA untersucht, inwieweit es vorteilhaft wäre, Fischfarmen in den Ozean auszulagern.

Fischfarmen in offenen Gewässern haben viele Vorteile

0,025 Prozent der Meeresoberfläche – so viel Fläche würde laut den Forschern der UCLA benötigt werden, um den weltweiten Bedarf an Fisch befriedigen zu können. Außerdem wäre der Schaden an der Umwelt geringer und es besteht sogar die Möglichkeit, dass Fischfarmen im offenen Meer dazu beitragen könnten, die wilden Fischbestände wieder aufzubauen.

Das größte Potential für die Fischfarmen besteht laut den Forschern in tropischen Ländern wie etwa Guinea, Bangladesh und Uruguay. Anfangs würde konventioneller Fischfang zwar aufgrund der hohen Anfangskosten für die Offshore-Fischfarmen weiter notwendig sein, aber die Farmen würden den Druck von der Fischindustrie nehmen und einen Umschwung weg von natürlichen Fischvorkommen ermöglichen.

„We need to find more protein for our growing population, and we have pretty much tapped out wild fish as protein sources. This study shows that farming fish in the ocean could play a huge role in feeding people without degrading our ocean or overfishing wild species.“, so Peter Kareiva, einer der Hauptautoren der Studie.

via UCLA

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1 Kommentar

  1. peakaustria

    18. August 2017 at 13:14

    Studie geht leider ein wenig am Problem vorbei: wir töten für einen Zuchtfisch(auch Süßwasser) bis zu 10 Wildfische also ein 1:10 Verhältnis. eine Verlegung der Farmen weiter in offene Gewässer löst das Dilemma nicht…auch wenn es momentan unpopulär ist: Wir hätten vor 20 Jahren eine 1 Kind Politik in ‚Leit-‚ Ländern also gerade in den USA und Europa einführen sollen und uns jetzt nicht wundern warum unsere Süßwasser Forelle mit Wildfisch aus den Weltmeeren gefüttert wird…siehe Vaclav Smill https://www.fischundfleisch.com/peakaustria/langsames-denken-in-oesterreich-37948

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