Warenlieferung per Drohne sind schon längst keine große Neuigkeit mehr. So hat Amazon beispielsweise in Berlin bereits damit begonnen, Bestellungen per Luftpost auszuliefern. DHL wiederum hat zu Testzwecken drei Monate lang die Nordseeinsel Juist per Drohne mit Paketen beliefert. Nun hat das US-Startup Flirtey allerdings den Schwierigkeitsgrad solcher Lieferungen erhöht. Erstmals ist es dem Unternehmen gelungen, Waren von der Küste aus zu einem fahrenden Schiff zu liefern – und wieder zurück. Durchgeführt wurde der Test dabei vor der Küste New Jerseys. Zunächst allerdings handelte es sich noch nicht um einen kommerziellen Flug, sondern um eine Art Demonstration der zur Verfügung stehenden Technik.


Copyright: Flirtey
Copyright: Flirtey

Die Drohne kann medizinische Proben auf Lazarettschiffe fliegen

Zum Einsatz kam dabei eine Drohne mit sechs Rotoren – ein so genannter Hexokopter. Dieser besteht aus speziellen Kohlenstoff-Fasern, Aluminium und einzelnen Komponenten aus dem 3D-Drucker. Gedacht ist die Technik dabei allerdings nicht zum ausliefern von Pizza, sondern für den Einsatz bei Notfällen. Genau dies wurde bei dem nun durchgeführten Tests auch simuliert. So wurde die Drohne zunächst an Land mit Stuhl-, Blut- und Urinproben beladen. Diese wurden dann auf das Lazarettschiff transportiert und hätten dort theoretisch ausgewertet werden können. Im Gegenzug bestückte die Schiffsbesatzung die Drohne mit Tabletten zur Wasserreinigung, Insulin und einem Erste-Hilfe-Set – die dann wieder zur Küste geflogen wurde.

Auch die Belieferung von kommerziellen Schiffen ist denkbar

Denkbar wäre ein solches Szenario beispielsweise bei einer Naturkatastrophe an der Küste, bei der die Lieferung über den Landweg nicht möglich ist und das Schiff auch nicht an der Küste anlegen kann. Aber auch ein kommerzieller Einsatz ist natürlich denkbar – beispielsweise zur Belieferung von in Küstennähe fahrenden Kreuzfahrt- und Containerschiffen. „Die Drohnenlieferungen zwischen Schiffen und der Küste erfüllen eine humanitäre Aufgabe, aber sie sind auch ein Wunsch der kommerziellen Schifffahrt“, so Matt Sweeney, CEO von Flirtey. Theoretisch denkbar wäre dabei beispielsweise die Lieferung eines frisch gebrühten Kaffees.


Via: Techcrunch

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