Das stetige Wachstum im Luftverkehr sorgt dafür, dass die Flughäfen immer größere Passagierzahlen abwickeln müssen. Für die Zukunft haben Forscher daher bereits komplett neue Ansätze entwickelt – etwa eine runde Start- und Landebahn. Bisher aber müssen die Flughäfen schlicht größer werden. In Oslo wurde nun ein neues Terminal eingeweiht, dass die jährliche Kapazität des Flughafens von bisher 19 Millionen auf bis zu 30 Millionen Passagiere erhöht. Die Besonderheit des neuen, rund 300 Meter langen Gebäudes liegt allerdings in der Bauweise. Denn den Angaben der verantwortlichen Architekturfirma „Nordic – Office of Architecture“ zufolge handelt es sich um „das grünste Terminal der Welt“. Die Flughafenerweiterung soll also die Umwelt so wenig wie möglich belasten.


Credit: Ivan Brodey

Vulkanasche im Zement sorgt für längere Haltbarkeit

Dies fing schon bei der Auswahl der Baumaterialien an. So wurde verstärkt auf Recyclingprodukte – etwa aufbereiteten Stahl – gesetzt, um den Verbrauch an Rohstoffen so niedrig wie möglich zu halten. Außerdem wurde der benötige Beton nicht nach dem klassischen Verfahren produziert, sondern mit Vulkanasche versetzt. Dies sorgt dafür, dass zum einen eine niedrigere Temperatur benötigt wird – was den Energieverbrauch senkt. Zum anderen soll der auf diese Weise hergestellte Beton aber auch länger halten. Einige Beweisstücke dafür können bereits besichtigt werden. Denn auch die alten Römer bauten auf eine ähnliche Art und Weise – und deren Gebäude haben teilweise die Jahrtausende überstanden.

Das Terminal erfüllt die Voraussetzungen für ein Passivhaus

Aber auch während des Betriebs soll das neue Terminal einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. So wurde die Form des Flughafens extra so konzipiert, dass im Inneren möglichst viel natürliche Wärme entsteht. Die Glasfront wiederum sorgt dafür, dass tagsüber kein künstliches Licht zum Einsatz kommen muss. Der Schnee, der im Winter regelmäßig von den Start- und Landebahnen geholt werden muss, wird zudem gespeichert und im Sommer zur Kühlung des Gebäudes verwendet. Mit diesen und vielen ähnlichen Maßnahmen ist es den Architekten gelungen, ein Gebäude zu errichten, dass sogar die strengen Vorgaben eines Passivhauses erfüllt. Die Passagiere können zudem ebenfalls ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren: Die öffentlichen Verkehrsmittel wurden so ausgebaut, dass zukünftig bis zu 70 Prozent der Reisenden mit Bus und Bahn ankommen können.


Via: New Atlas

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