Der Höhle der Löwen wird immer wieder vorgeworfen, dass dort nur selten echte Tech-Unternehmen auftreten. Stattdessen sind vor allem praktische Produkte für den Alltag erfolgreich. Dabei wurde mit Frank Thelen bereits zur ersten Staffel ein echter App-Experte in die Reihe der Löwen geholt. Nun versucht es das Hamburger Startup Foodguide mit einer eigenen App in der Höhle der Löwen.


Die Anwendungsidee: Nutzer sollen sich nach dem Tinder-Prinzip ein zu ihnen passendes Restaurant heraussuchen. Dazu bekommen sie Fotos von Speisen gezeigt. Diese werden aber nicht von den Restaurants hochgeladen, sondern von anderen Nutzern. Wie bei Tinder können die Bilder dann je nach Gefallen nach rechts oder links gewischt werden.

Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Wie viele regelmäßige Nutzer hat die App bereits?

Angezeigt werden aber natürlich nur Speisen von Lokalen, die sich in der Nähe des aktuellen Standorts befinden. Hat der Nutzer schließlich das perfekte Gericht gefunden, wird er von der App mithilfe einer integrierten Kartenfunktion ans Ziel geführt. Alternativ kann er sich das Essen auch liefern lassen – und direkt über die App bezahlen. Den Angaben von Foodguide zufolge nutzen bereits rund 500.000 Nutzer die App. Unklar ist allerdings, ob es sich dabei tatsächlich um regelmäßige Nutzer handelt oder ob dies die Zahl der Gesamtdownloads ist. Diese Frage dürfte dann letztlich auch darüber entscheiden, ob Frank Thelen Interesse an dem Produkt hat. Denn der App-Experte investiert nur, wenn große Nutzerzahlen zu erwarten sind.

Carsten Maschmeyer ist der Wunschinvestor

In der Höhle der Löwen bieten die Gründer Malte Steiert und Finn Fahrenkrug nun 15 Prozent ihres Unternehmens an. Im Gegenzug wünschen sie sich ein Investment in Höhe von 450.000 Euro. Einen Wunschlöwen haben die beiden Gründer von Foodguide ebenfalls bereits: Nachdem sie die Portfolios aller Löwen eingehend studiert haben, sind sie zu dem Schluss gekommen, dass Carsten Maschmeyer ein idealer Investor wäre. Tatsächlich hat nicht nur Thelen bereits viel Geld in der Tech-Branche investiert, sondern auch Maschmeyer ist dort seit vielen Jahren unterwegs – und bringt dementsprechend die nötige Expertise mit. Klar ist aber auch: Macht ein anderer Löwe ein überzeugendes Angebot, werden sich die Foodguide-Gründer auch das genau anhören.


Die App wird von der medialen Aufmerksamkeit profitieren

Genutzt werden soll das Geld eigenen Angaben zufolge für eine weltweite Expansion. Diese Ankündigung klingt auf den ersten Blick ein wenig großspurig. Es bleibt aber abzuwarten, wie detailliert die entsprechenden Pläne bereits sind und was die Investoren in der Höhle der Löwen davon halten. Die Gründer geben aber auch offen zu, dass ihr Besuch in der Sendung noch einen anderen Hintergrund hat: Sie gehen davon aus, dass ihr Unternehmen alleine schon durch die mediale Präsenz enorm profitieren wird.

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