Moderne Autos setzen immer mehr auf Assistenzsysteme. Während in Zukunft wohl autonomes Fahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird, liegt der Fokus aktuell noch auf Systemen, die den Fahrer unterstützen. Ford hat nun in Aachen neue Systeme vorgestellt, die maßgeblich zum Komfort und zur Sicherheit kommender Ford-Modelle beitragen wird. Darunter ist ein System für stressfreies Parken, eine ausgeklügelte Kollisions-Vermeidung und ein System zur Prävention von Geisterfahrten.


Bild: Ford
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Ford will den Stress beim Parken reduzieren

Besonders in europäischen Städten ist Parken eine nervenaufreibende und potentiell materialgefährdende Angelegenheit. Ford wollte die Stressbelastung beim Parken verringern und entwickelte dazu eine Reihe von Technologien weiter, darunter der „Cross Traffic Alert mit Bremstechnologie“ zur Erkennung anderer Verkehrsteilnehmer wie etwa ein Motorradfahrer oder Fahrradfahrer hinter dem Auto. Das System kann im Notfall sogar die Bremsen betätigen, um eine Kollision zu vermeiden und ist extrem nützlich beim rückwärts Ausparken. Der weiterentwickelte Parkassistent ist derweil in der Lage, das Auto automatisch per Knopfdruck sowohl in quer als auch in längs zur Fahrtrichtung liegende Parkplätze einzuparken. In letzterem Fall kann das System den Wagen auch wieder ausparken.

Dazu kommt der unterstützende Einsatz der Frontkamera mit „Split View-Technologie, die für einige Ford-Modelle bereits verfügbar ist. Das System kann gewissermaßen „um die Ecke“ schauen und liefert ein klares Bild des Querverkehrs, wenn der Fahrer die betreffende Stelle noch nicht einsehen kann. Besonders beim Ausparken zwischen großen Fahrzeugen oder beim Verlassen von Toreinfahrten bietet die Frontkamera einen echten Mehrwert. Ein identisch arbeitendes Kamera-System im rückwärtigen Fahrzeugbereich soll nun ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen.


Von Ford in Auftrag gegebene Studien führten zu dem Ergebnis, dass Einparken für viele Autofahrer eine Stressquelle ist, nicht nur für Fahranfänger. 47 Prozent der Fahrer parken ihr Auto weiter weg vom Zielort, um paralleles Parken zu vermeiden, 75 Prozent werden nervös, wenn sie vor den Augen anderer Fahrer einparken müssen. Mit den neuen Systemen will Ford diese Stressquelle eliminieren.

Das Parken gehört zu den stressigsten Erfahrungen hinter dem Lenkrad, und Fahrer, die in städtischen Gebieten nach geeigneten Parkplätzen suchen, behindern nicht selten den Verkehrsfluss und heben das Stressniveau im Straßenverkehr zusätzlich an. Technologien wie der weiterentwickelte Einpark-Assistent erhöhen das Selbstbewusstsein von Autofahrern und motivieren sie dazu, auch engere Parklücken zu nutzen, die sie ansonsten als zu klein eingeschätzt hätten„, so Dirk Gunia, der bei Ford für elektronische Assistenzsysteme zuständig ist.

„Ausweich-Assistent“ soll Kollisionen vermeiden

Neben den Systemen zur Vermeidung von Stress beim Einparken entwickelt Ford auch eine neue Technologie, die den Fahrer dabei unterstützen soll, langsamer fahrende oder stehende Fahrzeuge zu umfahren. Das System funktioniert in der Stadt und auf der Autobahn und setzt auf ein Radar und eine Kamera, um andere Autos zu erkennen. Bei Bedarf bietet das System eine Lenkunterstützung und assistiert dem Fahrer beim Manövrieren des Fahrzeugs, wenn eine Kollision unvermeidbar erscheint. Der von Ford entwickelte „Ausweich-Assistent“ baut auf bestehende Assistenzsysteme auf und wird aktiviert, wenn nicht genügend Abstand vorhanden ist, um durch Bremsen eine Kollision zu vermeiden.

Neues System soll Geisterfahrten vermeiden

Sogenannte Geisterfahrer sind der Alptraum jeden Autofahrers – allein in Deutschland fordern sie etwa 20 Todesopfer pro Jahr. Mit einer neuen Technologie möchte Ford falsches Auf- und Abfahren auf Autobahnen verhindern. Dazu werden eine in der Frontscheibe montierte Kamera sowie Informationen aus dem Navigationssystem verwendet, um falsches Auf- und Abfahren zu erkennen und den Fahrer akustisch und visuell zu warnen. Das System baut auf dem Verkehrsschild-Erkennungssystem auf, das bereits für viele Ford-Modelle erhältlich ist.

https://www.youtube.com/watch?v=OvnnERNzyIo

Ford ergänzt das bestehende Portfolio an Assistenzsystemen damit um ein paar nützliche Systeme. In Zukunft ist auch ein Verkehrsstau-Assistent geplant, der das Fahrzeug automatisch durch langsam fließenden Verkehr lenken soll. Das System soll in zwei Jahren auf den Markt kommen.

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