Zusammen mit der NASA forscht der amerikanische Mobilfunkanbieter Verizon an einer neuen Technologie, welche die Steuerung von unbemannten Drohnen über den Mobilfunk ermöglichen könnte. Der voranschreitende Netzausbau ist eine gute Voraussetzung um unbemannte Flugobjekte, zumindest in den niedrigeren Höhen, kontrollieren und steuern zu können.


Drogen-Drohnen in Mexiko eingesetzt

Steuerung von Drohnen in der Zukunft

Die US-Weltraumagentur NASA forscht zusammen mit dem US-Telekommunikationsanbieter an einem neuartigen Überwachungssystem für unbemannte Drohnen. Dabei soll vor allem das Mobilfunknetz eine wesentliche Rolle spielen. 500.000 US-Dollar stehen für das Projekt zur Verfügung. Die Informationen über die aktuelle Unternehmung und das Budget bezieht der Guardian aus vorliegenden Dokumenten. Zunächst soll herausgefunden werden, wie gut sich das mittlerweile auch regional gut ausgebaute Mobilfunknetz dazu nutzen lässt, niedrig fliegende Drohnen zu steuern.


Mobilfunkzellen könnten in Zukunft für die Piloten von Drohnen als Verlängerung der Befehlsreichweite fungieren. Drohnen, die über Mobilfunk gesteuert werden können, passen auch ziemlich gut zu dem aktuellen Vorschlag der US-Flugaufsicht FAA, der die Regulierung von Drohnen thematisiert. Demnach dürfen die unbemannten Flugobjekte nicht mehr als 25 Kilogramm wiegen und nicht schneller als 160 km/h fliegen. Zudem darf die maximale Höhe 150 Meter betragen und die Drohnen müssen stets in Sichtweite der Piloten verweilen. Für eine Kontrolle im Mobilfunknetz sind die Vorgaben gute Voraussetzungen. Die Kontrolle schneller und höher fliegender Drohnen wäre dann schon schwieriger. Hier könnte es zu Problemen beim Wechsel der Zellen und mit dem Signal kommen.

NASA möchte 2019 ein fertiges System liefern

Laut dem Guardian sollen 2017 erster Ergebnisse vorgelegt werden. Mit einem funktionierendem System rechnet man im Jahr 2019. Die Fernsteuerung von Drohnen über den Mobilfunk ist durchaus denkbar. Dabei muss auch nicht auf Funktionen wie die Statusabfrage, die Zuweisung von Flugkorridoren oder auf die Flugverfolgung verzichtet werden. Problematisch wird das Ganze nur, wenn Tausende Drohnen eines Tages den Flugraum erobern. Hierfür möchte sich die NASA vorzeitig wappnen und betreibt schon jetzt kleinere Rahmenprojekte mit Pionieren wie Amazon und auch Google.

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