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Forscher entwickeln Kraftstoff aus menschlichen Fäkalien

Forscher der University of California arbeiten derzeit daran, zwei grundlegende Probleme unserer Gesellschaft zu lösen: Sie suchen nach einem Ersatz für fossilen Kraftstoff und entwickeln dabei gleichzeitig eine Verwertungsmöglichkeit für menschliche Exkremente. Wie sie das machen? Ganz einfach: Sie wollen Treibstoff aus menschlichen Fäkalien herstellen.

Bild: University of California

Bild: University of California

Ein Bakterium soll aus Fäkalien Kraftstoff machen

Allein die Bürger der USA produzieren pro Jahr etwa eine Milliarde Tonnen an Exkrementen. Diese werden zumeist einfach kompostiert, wobei gefährliche Treibhausgase wie Methan entstehen und die Umwelt belastet wird.

Mit einem Bakterium namens Bacillus subtilis will ein Team der University of California rund um David Wernick eine sinnvollere Alternative zum Kompostieren der menschlichen Abfallprodukte finden. Sie hoffen, das Bakterium so verändern zu können, dass es aus den in den Exkrementen enthaltenen Proteinen Alkohole herstellt, die dann als Energieträger in Brennstoffen verwendet werden können.

Die Hoffnung ist, dass die daraus entstehenden Kraftstoffe potenter als derzeit existierende Bio-Kraftstoffe wie zum Beispiel Ethanol aus Getreide sind. Existierende Bio-Kraftstoffe sind zumeist weitaus weniger energiereich als Kraftstoffe aus fossilen Brennstoffen, und was noch schwerer wiegt: Viele von ihnen sind mit den Motoren der meisten Autos nicht kompatibel. Die Forscher hoffen, dass der Kraftstoff aus Exkrementen in den meisten Autos einsetzbar sein wird, ohne dass irgendwelche Modifikationen vorgenommen werden müssen.

Wernick und seine Kollegen wollen sich aber nicht nur auf Treibstoff konzentrieren. Theoretisch müsste es möglich sein, das Bakterium mit wenig Aufwand so umzuprogrammieren, dass es andere verwertbare Stoffe herstellt. “If we want to focus production on organic solvents or chemical building blocks or pharmaceutical intermediates, it would be possible to adjust the strain with a few steps to produce other compounds of interest”, so Wernick.

via University of California

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