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Forscher stellt Blutgefäße für künstliche Organe mit Zuckerwattemaschine her

Leon Bellan von der Vanderbilt University aus Nashville (Tennessee) hat mit einer einfachen aber genialen Idee den Weg für die Zukunft im Hinblick auf die Erzeugung künstlicher Strukturen geebnet. Bisher hatten Wissenschaftler ihre Schwierigkeiten damit die feinen Netze aus Blutbahnen herzustellen, die schließlich dafür benötigt werden künstliche Organe am Leben zu erhalten. Das aufwendige Züchten von Blutgefäßen könnten nun der Vergangenheit angehören, Leon Bellan und seine Kollegen nutzen in Zukunft eine 40 US-Dollar teure Zuckerwattemaschine. Was zunächst nach einem Scherz klingt, funktioniert in der Praxis ziemlich gut.

Blutgefäße Zuckerwattemaschine

Forscher stellen Blutgefäße mit der Hilfe einer gewöhnlichen Zuckerwattemaschine und einer handelsüblichen Bohrmaschine her

Neuartiges Verfahren beschleunigt Herstellung von Blutgefäßen

Die Ergebnisse bezüglich der Herstellung von Blutgefäßen für künstliche Organe in einer Zuckerwattemaschine haben die Forscher in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials veröffentlicht. Vergleichsweise einfach lassen sich mit der Hilfe einer Zuckerwattemaschine und einer Bohrmaschine dreidimensionale artifizielle Kapillarsysteme herstellen. Ballan führt dazu jedoch auch weiter aus, dass Kollegen aus dem Fachbereich diese Prozedur als etwas verrückt einstufen. Das ist zunächst auch verständlich, da die Herangehensweise schon recht außergewöhnlich klingt. Aber es funktioniert und zwar recht gut. Ballan nutzt zur Herstellung der wichtigen Blutgefäße das Polymer PNIPAM, das anstelle von Zucker in der Zuckerwattemaschine erhitzt wird. Mittels einer Bohrmaschine wird die Masse dann zu einer ziemlich feinen Netzstruktur aufgesponnen. Im weiteren Verlauf wird die Netzstruktur dann mit einem Mix aus menschlichen Zellen, Enzymen und Gelatine übergossen. Das Ganze wächst dann zu einem organischen Verbund heran.

blutgefaesse-zuckerwatte-maschine

Bisher war der Prozess der Blutgefäßherstellung recht langwierig. Bereits vorhandene Blutgefäße wurden stets in einer Lake aus Hydrogel gelagert um die Ausprägung von flachen Kapillarnetzen zu fördern. Neben der langwierigen Prozedur, waren die Ergebnisse jedoch auch nicht immer gleich zufriedenstellend. Regelmäßig kam es zur Ausbildung zu großer Kanäle.

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