Forschern von der University of Pittsburgh School of Medicine gelang es, unter Laborbedingungen menschliches Herzgewebe zu züchten, das sogar zu eigenen Schlagbewegungen in der Lage ist. Auf Basis solcher Grundlagenforschung können in Zukunft eventuell künstliche menschliche Herzen für die Therapie von Herzfehlern im Rahmen einer Transplantation verwendet werden.


künstliches Herzgewebe
Foto: Lu et. al

Regeneriertes Herzgewebe

Die Arbeit an dem künstlichen Herzgewebe begann bereits 2008. Damals zeigte eine Studie der University of Minnesota, dass es möglich ist, mit einem Prozess namens Dezellularisierung die originalen Zellen komplett aus einem Rattenherz herauszuspülen und sie mit Zellen von einer neugeborenen Ratte zu ersetzen. So kann das Herz regeneriert werden.

Auf Basis dieser Forschung gelang es dem Team der University of Pittsburgh School of Medicine, auf Basis eines Mäuseherzens menschliches Herzgewebe zu züchten.


Kampf gegen die Organknappheit

Diese Forschung ist vor allem deshalb so interessant, weil im Bereich Herztransplantationen akuter und latenter Organmangel herrscht. Spendenherzen sind schwer zu finden, und diese Tatsache führt jährlich allein hierzulande zu Tausenden Toten. Forscher in aller Welt arbeiten deshalb fieberhaft daran, eine Möglichkeit zu finden, menschliche Herzen künstlich zu züchten.

Das Herzgewebe der University of Pittsburgh School of Medicine ist noch weit entfernt davon, transplantationsfähig zu sein. Bis dahin wird noch viel geforscht werden müssen, aber das Team machte mit seinem in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlichten Projekt einen Schritt in die richtige Richtung.

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