Das Internet hat für eine extrem schnelle Verfügbarkeit von Wissen gesorgt. Wer früher daran scheiterte sich eine Krawatte um den Hals zu binden, musste im Notfall jemanden persönlich bitten dies zu übernehmen. Heute kann sich jeder unzählige Anleitungen, Bilderstrecken und Youtube-Videos dazu anschauen. Gleichzeitig sorgt die enorme Menge an Informationen dafür, dass es schwierig ist, Lösungen für individuelle Probleme zu finden. Denn wer kann schon wirklich sagen, welche der zahlreichen Tipps und Tricks jetzt wirklich sinnvoll und relevant sind? Gut wäre es, wenn man da jederzeit einen Experten zur Hand hätte, der gezielt auf konkrete Fragen eingeht.


Fountain App
Fountain App Screenshot

Gründer ist erfolgreicher Unternehmer und Millionär

Genau dieses Bedürfnis möchte nun die App „Fountain“ erfüllen. Gegründet wurde das Unternehmen von Aaron Patzer. Dieser ist kein Unbekannter in der Start-Up-Branche. Vor Jahren gründete er die Webseite Mint.com, eine Seite auf der Privatleute ihre Finanzen managen und analysieren können. Im Jahr 2009 verkaufte er dieses Projekt für 170 Millionen Dollar an das US-Unternehmen Intuit. Jetzt hat Patzer eine neue Dienstleistung im Angebot, mit der er ebenfalls hofft, großen Erfolg zu haben: Heimwerker können sich bei auftretenden Problemen an „Fountain“ wenden und werden innerhalb von fünf Minuten automatisch mit einem entsprechenden Experten per Video-Chat verbunden.

Alles was die Nutzer dafür tun müssen, ist ihr Problem konkret zu benennen. Eine automatische Sprachsoftware wertet diese Problembeschreibung dann aus und filtert so eine Zahl möglicher Experten heraus. Diese bekommen dann die Fragestellung vorgelegt und können – falls sie eine Lösung kennen – das Gespräch übernehmen. So soll sichergestellt werden, dass der Nutzer auch wirklich mit einem passenden Experten verbunden wird. Wer also Fragen zum Gartenbau hat, kann damit rechnen einen Gärtner oder Landschaftsplaner – und keinen Gas-Wasser-Installateur – anzutreffen. Die nervtötenden und zeitraubenden Weiterverbindungen, die man von jeder Telefon-Hotline kennt, sollen so weitestgehend vermieden werden.


Ein Video-Chat kostet mindestens fünf Dollar

Momentan wird dieses System in einer Beta-Testphase weiter verfeinert. Während dieser Phase ist der Service für die Nutzer noch kostenlos. Später allerdings soll sich das Projekt über Gebühren finanzieren. Ein Expertengespräch soll dabei immer fünf Dollar kosten. Dafür erhält man allerdings auch nur eine bestimmte Zahl an Minuten, die sich wiederum an der Qualifikation des Experten und der Komplexität der Frage orientiert. Ist das Problem bei Ablauf der Frist noch nicht geklärt, müssen weitere Minuten hinzugekauft werden.

Es bleibt abzuwarten, ob wirklich ausreichend Nutzer bereit sind, für einen solchen Service tatsächlich Geld zu bezahlen. Aaron Patzer allerdings hat schon größere Pläne. Langfristig sollen nicht nur Heimwerker von seinem Online-Experten-System profitieren. Vielmehr ist es sein erklärtes Ziel, dass sich eines Tages jeder mit jedem erdenklichen Problem an die Software wenden kann. Bis dahin ist allerdings noch einiges an Entwicklungsarbeit zu leisten. Denn klar ist: Je vielseitiger die Probleme und je größer die Anzahl möglicher Experten, desto schwieriger wird es, ein konkretes Problem immer mit dem richtigen Experten zu verknüpfen.

Quelle: Springwise

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