Fracking-Milliardäre sorgen für Rekordspende im US-Präsidentenwahlkampf

Wer früh genug in das Fracking-Geschäft investierte, konnte in den letzten Jahren ein echtes Vermögen verdienen. Zuletzt allerdings geriet die Industrie immer wieder unter Druck. Der niedrige Ölpreis machte viele Bohrungen unrentabel und der Druck der Umweltlobby wurde so groß, dass verschiedene Städte und Regionen sogar komplette Fracking-Verbote erließen. Rechtzeitig den Absprung schafften jedenfalls die Brüder Farris und Dan Wilks, die ihre Fracking-Firma auf dem Höhepunkt des Booms für eine Milliardensumme verkauften. Nun sorgten sie mit einer Rekordspende im US-Präsidentschaftswahlkampf für Aufsehen. Der „Tea Party“-Favorit Ted Cruz kann sich über 15 Millionen Dollar für die Wahlkampfkasse freuen.

Foto: Fracking; Urheber Ostroff Law CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Größte Einzelspende im bisherigen Vorwahlkampf

Streng genommen gibt es zwar auch in den USA eine Obergrenze für politische Spenden. Eine Ausnahme wurde dabei allerdings zugelassen. So genannte Unterstützerorganisationen, die keine direkte organisatorische Verbindung mit dem Kampagnenzentrum des Kandidaten haben dürfen, können so viel Geld wie gewünscht gespendet bekommen. Die Organisation, die sich die Unterstützung von Cruz auf die Fahnen geschrieben hat, nennt sich dabei „Keep the Promise“ und hat inzwischen 38 Millionen Dollar eingesammelt. Die 15 Millionen Dollar der Wilks-Brüder sind dabei nicht nur die größte Einzelspende für Cruz, sondern die bisher größte Spende im Vorwahlkampf für die Wahl 2016 überhaupt.

Spender sind als extrem konservativ bekannt

Cruz ist damit aktuell nach Jeb Bush der republikanische Kandidat mit den zweitmeisten Spendengeldern. Die Wilks-Brüder haben dabei öffentlich keine Forderungen mit ihrer Spende verbunden. Ihre Aussagen lassen aber auf eine extrem konservative Haltung der beiden schließen. So sagte Faris Wilks gegenüber dem US-Fernsehsender CNN: „Unser Land wurde mit der Idee gegründet, dass unsere Rechte direkt vom Schöpfer stammen und nicht von der Regierung. Ich befürchte wir verlieren das aus den Augen.“ Die beiden Brüder sind zudem als Abtreibungsgegner bekannt und legen die Bibel wörtlich aus.

Via: Allgov.com