Der Kaffee zum Mitnehmen gehört inzwischen in jeder Bäckerei genauso zum Standard wie bei spezialisierten Ketten wie Starbucks. Die Umweltbilanz ist allerdings vernichtend – dies legen zumindest die Zahlen der Fernsehsendung „War on Waste“ nahe. Demnach werden jährlich rund 2,5 Milliarden Einwegbecher weggeworfen – von denen nur jeder vierhundertste recycelt wird. Dies entspricht einer Recyclingquote von mageren 0,25 Prozent. Aufgeschreckt durch die im Anschluss an die Sendung einsetzende öffentliche Kritik, hat die Branche allerdings inzwischen ein sogenanntes Paper Cup Manifesto verabschiedet und Besserung versprochen. Die Firma Frugalpac möchte daran anknüpfen und hat daher nun einen vollständig recycelbaren Einweg-Kaffeebecher auf den Markt gebracht.


Via: Business Green
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Der Kaffeebecher endet im besten Fall als Zeitungspapier

Dieser kann bereits aus Altpapier hergestellt werden, so dass für die Produktion keine Bäume gefällt werden müssen. Diese Tatsache sorgt dafür, dass der klimatische Fußabdruck der Neuentwicklung vergleichsweise klein ist: Die Produktion eines Bechers verursacht insgesamt 24,6 Gramm an CO2-Emissionen – verglichen mit 39,4 Gramm bei den bisher üblichen Kaffeebechern. Hinzu kommt: Die Möglichkeit des Recyclings ist nicht nur rein theoretischer Natur, sondern die Frugalpac-Becher können in die bestehende Papier-Wiederverwertung integriert werden. Im Idealfall enden sie dann irgendwann beispielsweise als Zeitungspapier – und nicht als Dauergast auf der Müllkippe. Die Entwickler hoffen, dass auf diese Weise die Recyclingquote bei Kaffeebechern enorm gesteigert werden kann.

Starbucks hat bereits Interesse signalisiert

Die ersten potentiellen Großabnehmer sind dabei bereits auf das Produkt aufmerksam geworden. „Wir sind sehr interessiert daran, mehr über den Frugalpac-Becher herauszufinden und wir werden ihn testen, um zu sehen, ob er unsere Standards in Sachen Sicherheit und Qualität erfüllt“, erklärte beispielsweise eine Sprecherin des Starbucks-Konzerns. Eigenen Angaben zufolge steht das Startup, das rund zwei Jahre an der Entwicklung des recycelbaren Kaffeebechers gearbeitet hat – zudem in Kontakt zu zahlreichen weiteren möglichen Kunden. Wann allerdings die ersten Frugalpac-Becher auch beim kaffeetrinkenden Kunden ankommen werden, ist noch unklar.


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