Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat sein Amt mit dem Versprechen angetreten, eine PKW-Maut für Ausländer einzuführen. Diese wurde von vielen Seiten kritisiert und lässt weiter auf sich warten. Andere Projekte hingen konnten schneller umgesetzt werden. So gelten seit dem 01. Oktober neue gesetzliche Vorschriften für Hobbypiloten von Drohnen. Die wichtigste Änderung in diesem Zusammenhang: Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm müssen gekennzeichnet werden. Dafür gibt es entsprechende Plaketten und Aufkleber in vielen Läden des Einzelhandels zu kaufen. Dort muss der Name und die Anschrift des Besitzers deutlich lesbar eingetragen werden. Der Hintergrund: Stürzt eine solche Drohne ab, möchte die Polizei in der Lage sein, den Besitzer ausfindig zu machen, um etwaige Schäden regulieren zu können.


Seit dem 01. Oktober gelten neue Regeln für den Drohnenflug in Deutschland.

Bei Drohnen mit mehr als zwei Kilo ist eine Fluglizenz nötig

Selbiges gilt, wenn eine Drohne in verbotenen Flugzonen entdeckt wird – etwa in der Nähe von Flughäfen. Damit gilt aber auch: Wer mit einer Drohne ohne entsprechende Kennzeichnung angetroffen wird, muss mit einer Geldbuße rechnen. Noch strenger sind die gesetzlichen Regelungen zukünftig für Drohnen mit einem Gewicht von mehr als zwei Kilogramm. Hier muss der Pilot zukünftig über eine Art Führerschein verfügen – offiziell als Kenntnisnachweis bezeichnet. Dafür muss auf der einen Seite die Fähigkeit nachgewiesen werden, die Drohne fliegen zu können. Auf der anderen Seite müssen aber auch in Sachen Navigation und Rechtslage grundsätzliche Kenntnisse vorhanden sein.

Das Mindestalter liegt in der Regel bei 16 Jahren

Insgesamt gibt es in Deutschland aktuell 18 öffentliche Stellen, die in der Lage sind, die entsprechende Bescheinigung auszustellen. Dafür wurden sie seit Juli dieses Jahres zertifiziert. Zukünftig ist zudem geplant, noch weitere entsprechende Stellen zu schaffen. Die Prüfung selbst kann allerdings auch online vorgenommen werden. Das Mindestalter dafür liegt bei 16 Jahren und der Kenntnisnachweis gilt jeweils für fünf Jahre. Ausnahmen gibt es zudem für Luftsportvereine. So dürfen auf Modellflugplätzen Drohnen auch weiterhin ohne offizielle Lizenz geflogen werden – sofern dort eine entsprechend Aufsichtsperson vor Ort ist. Außerdem kann für einige Flugmodelle auch eine Einweisung durch den Luftsportverein ausreichen, um sie fliegen zu dürfen.


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