Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Land zu modernisieren und die Wirtschaft auf eine breitere Basis zu stellen. Deswegen soll unter anderem der größte Ölkonzern der Welt, Saudi Aramco, teilweise privatisiert werden. Die dadurch erzielten Einnahmen werden dann wiederum in Transformationsprojekte investiert. Das neueste Beispiel: Die geplante Megacity Neom an der Küste des Roten Meeres. Wir präsentieren euch die fünf wichtigsten Fakten über das Projekt.


Der saudische König hat seinem Kronprinzen bei dem Projekt weitgehend freie Hand gelassen. Foto: Kremlin.ru [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons
1. Wie groß soll die Planstadt werden?

26.500 Quadratkilometer. Wer damit nichts anfangen kann, dem könnte ein Vergleich helfen: Das deutsche Bundesland Sachsen-Anhalt ist mehr als 6.000 Quadratkilometer kleiner. Weitere Daten der Superlative gibt es ebenfalls. So soll die Stadt über insgesamt fünfhundert Kilometer Küste verfügen und sich über drei Länder erstrecken. Neben Saudi-Arabien wären dies Ägypten und Jordanien.


2. Wie viele Arbeitskräfte werden in der Stadt benötigt?

Angeblich so gut wie keine. Denn der Kronprinz hat eine klare Vorgabe gemacht: Alle Dienstleistungen sollen zu einhundert Prozent automatisiert erledigt werden. Also von Robotern. Erste Prognosen halten es für möglich, dass in „Neom“ letztlich mehr Roboter als Menschen leben werden. Gewollter Nebeneffekt: Es wird angestrebt, die Region mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt zu werden.

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Zuletzt aktualisiert am 19.11.2017

3. Woher kommt die Energie für die Stadt?

Aus Erneuerbaren Energien. Der Standort wurde eigens so gewählt, dass dort optimale Bedingungen herrschen, um Wind- und Solarenergie zu erzeugen. Später einmal soll die Stadt dann komplett nachhaltig mit Energie versorgt werden. Auch daher ist das Projekt so interessant: Der Ölstaat Saudi-Arabien setzt bewusst auf eine moderne Form der Energiegewinnung.

4. Was ist die Idee hinter „Neom“?

Die saudische Regierung hat gleich eine ganze Reihe von Zielen für die neue Megacity ausgegeben: So soll zum einen der lebenswerteste Ort der Welt geschaffen werden, zum anderen aber auch der modernste Technologiepark des Planeten. Langfristig sollen sich in der Stadt Wirtschaft und Wissenschaft gegenseitig befruchten und diese so zu einem neuen Handelszentrum erwachsen lassen.

5. Wann soll die Stadt fertig gebaut sein?

Der Abschluss der ersten Ausbaustufe ist für das Jahr 2025 geplant. Dafür verantwortlich ist ein Deutscher: Der ehemalige Siemens-Chef Klaus Kleinfeld. Bis allerdings die komplette Vision verwirklicht sein wird, dürften noch Jahrzehnte vergehen. Ein Knackpunkt könnte auch die Finanzierung sein: Bisher ist geplant, dass ein Großteil der benötigten Gelder vom saudischen Staatsfonds PIF kommen soll. Dieser wird aber einen langen Atem benötigen.

Via: Discoverneom

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