Mit dem Einplatinencomputer Raspberry Pi haben Bastler schon so manch kreatives Projekt umgesetzt. Jüngst entwickelte Tomomi Imura eine intelligente Gesichtserkennung für Katzen. Der Designer Love Hultèn nahm den Pi als Plattform für eine portable Mini-Konsole in einem 8 cm x 8 cm x 4 cm großen Kästchen aus Walnuss-Holz. Nun bekommt der kleine Rechner auch ein offizielles Touch-Display spendiert. Zwar konnte der Raspberry Pi bereits an herkömmliche PC-Monitore und TV-Panel angeschlossen werden, das Touchdisplay räumt jedoch einen höheren Grad an Mobilität ein.


Raspberry Pi
Raspberry Pi Display Bild: Raspberry Pi Foundation

Multitouch-Display für den Pi bei Bastlern schon jetzt sehr beliebt

Der Mini-Rechner kann direkt an der Rückseite des neuen 7 Zoll großen LCD-Displays angebracht werden. 277 Gramm wiegt das Display, das für umgerechnet 66 Euro in den Handel kommt. Unterstützt wird unter anderem die Bedienung per 10-Finger-Multitouch. Die Auflösung beträgt 800 mal 480 Pixel bei 60 Bildern die Sekunde. Die Verbindung zwischen Mini-Computer und Display wird per DSI-Flachkabel realisiert. Das Kabel ist beim Lieferumfang des Displays mit umfasst. Der Vorteil bei dieser Verbindung ist, dass der Port für das HDMI-Kabel nach wie vor frei bleibt um zusätzliche Peripherie anschließen zu können. Im Kern wandelt der Raspberry Pi den neuen Bildschirm also in einen Tablet-PC um. Der Mini-Computer ist bereits in der zweiten Generation mit einem leistungsstarken Quadcore-Prozessor verfügbar. Im Internet ist das Gerät schon für unter 40 Euro zu haben. Insgesamt kostet also die Kombination aus einem schnellen Pi und dem neuen Display also etwas mehr als 100 Euro.

Raspberry Pi
Raspberry Pi mit Touchdisplay und eigener Stromversorgung

Der britische Hersteller Inelco Hunter produziert das neue Raspberry Pi Display und liefert es für einen Kaufpreis in Höhe von 66 Euro auch nach Deutschland. Wer den Raspberry Pi 2 nutzt, der kann die Windows-10-Variante IoT Core kostenlos aus dem Internet laden. Mit dem Display bekommen Raspberry-Fans nun endlich eine Lösung in die Hand um den Rechner über ein externes Modul entsprechend einfach und intuitiv bedienen zu können. Zusätzlich zu dem Display muss jedoch auch noch in der Form eines Akku-Packs für die mobile Stromversorgung gesorgt werden. Findige Bastler dürften dabei jedoch keine großen Schwierigkeiten haben. Wer sich mit dem kleinen PC ein wenig auseinandersetzt, der wird schnell merken welche Möglichkeiten das Gerät birgt. Im Netz findet man eine ganze Menge interessanter Schöpfungen.


Multitouch-Apps

Auf dem hauseigenen Blog empfiehlt die Raspberry Pi Foundation die Verwendung der Python-Bibliothek Kivy. Ein Beispiel einer Multitouch-App für den Pi seht ihr im unten eingebetteten „Hands on“ Clip.

Wer sich nun immer noch die Frage nach dem Sinn des Raspberry Pi stellt, dem können wir den Blick auf die 25 spannendsten Projekte empfehlen, die t3n in einem lesenswerten Artikel vor geraumer Zeit einmal zusammengetragen hat. So wird zum Beispiel auch der modulare Roboter PiKit von einem Raspberry Pi angetrieben.

Raspberry Pi DSI-Display im Video

Hands on

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