Die offizielle Präsentation des Tesla Semi musste mehrmals verschoben werden. Inzwischen stand Firmenchef Elon Musk allerdings tatsächlich auf der Bühne und hat die wichtigsten Eckdaten präsentiert. Am beeindruckendsten dabei: Der neue Lastwagen soll eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern besitzen. Damit scheinen auch die Manager von DHL überzeugt worden zu sein: Sie orderten zehn der elektrischen Lastwagen.


Insgesamt beläuft sich die Gesamtzahl der Bestellungen für den Tesla Semi inzwischen auf rund zweihundert Fahrzeuge. DHL will die neuen Transportkapazitäten zunächst ausschließlich auf dem nordamerikanischen Markt nutzen. Ob der Tesla Semi später auch in Deutschland zum Einsatz kommen wird, ist noch nicht bekannt.

Der Tesla Semi wird zukünftig auch für DHL unterwegs sein. Die Produktion beginnt aber erst im Jahr 2019.

Den Fernfahrern soll ein möglichst komfortabler Arbeitsplatz geboten werden

Die nun bestellten Lastwagen sollen in Nordamerika vor allem für die Transporte zu den Lagerhäusern genutzt werden. Für solche – teilweise sehr langen – Fahrten besitzt das Unternehmen bisher noch keine elektrischen Fahrzeuge. Interessant ist allerdings, dass noch ein weiterer Grund für die Bestellung der E-LKWs genannt wird: Diese sollen dem Fahrer mehr Komfort und ein besseres Fahrerlebnis sichern. Für DHL ist dies relevant, weil die Zahl der verfügbaren Lastwagenfahrer immer weiter abnimmt. Für das Jahr 2020 wird aktuell eine Lücke von 100.000 fehlenden Fahrern prognostiziert. Da kann es hilfreich sein, einen Arbeitsplatz in einem hochmodernen E-LKW anbieten zu können. Dieser verfügt zudem über einige Fahrassistenzsysteme, ist aber noch recht weit vom autonomen Fahren entfernt.

Die Deutsche Post baut selbst auch Elektrolieferwagen

Interessantes Detail am Rande: Der DHL-Konkurrent UPS wird zukünftig ebenfalls auf Elektrolastwagen setzen, kauft allerdings bei der Konkurrenz ein und hat mehrere Fahrzeuge des Daimler Fuso bestellt. Die Konzernmutter von DHL, die Deutsche Post, produziert in Deutschland auch selbst Elektrofahrzeuge. Der Streetscooter wurde ursprünglich von einem Aachener Startup entwickelt, dann aber von der Post aufgekauft. Inzwischen sind 5.000 der elektrischen Lieferwagen für die Deutsche Post unterwegs – zahlreiche weitere wurden an andere Unternehmen verkauft. Gemeinsam mit Ford soll demnächst zudem eine etwas größere Variante in der 7,5-Tonnen-Klasse auf den Markt gebracht werden.


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