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Fukushima: Roboter von Toshiba soll radioaktiven Abfall entfernen

Die Katastrophe von Fukushima ist mittlerweile schon wieder fünf Jahre her. In den Innenräumen des Reaktor 3 herrscht aber noch immer starke radioaktive Strahlung. Zwar wurden bereits Anstrengungen unternommen, um das radioaktive Material zu entfernen, aber Fachleute schätzen, dass es bis zur vollständigen Dekontamination noch 30 bis 40 Jahre dauern wird. Um bei der Bereinigung des Reaktors zu helfen, stellt Toshiba einen aktuellen Roboter bereit.

Bild: Japan Times/YouTube

Bild: Japan Times/YouTube

Roboter für die Entsorgung der Brennstäbe

Der Roboter wurde extra auf die Aufgabe zugeschnitten. Er hat zwei Greifarme sowie ein Werkzeug zum Ergreifen von Brennstäben, das gleichzeitig auch genutzt werden kann, um durch Hindernisse zu schneiden. Fünf Kameras sorgen dafür, dass der Roboter sicher per Fernbedienung aus der Ferne bedient werden kann. Der Roboter soll zum Einsatz kommen, um die 556 verbleibenden Brennstäbe aus den beschädigten Kühlbecken zu evakuieren. Es handelt sich dabei um eine der wichtigsten Aufgaben bei der Bereinigung des Reaktors, da die Brennstäbe auch nach “Verbrauch” und Lagerung in einem Kühlbecken über Jahrtausende radioaktiv bleiben.

2014 gelang es, 1535 Kühlstäbe aus den Kühlbecken von Reaktor 4 zu evakuieren. Dort herrschten allerdings deutlich niedrigere Strahlungslevel, sodass die Entfernung relativ sicher war und Techniker am Rand des Pools die Bergung überwachen konnten.

Toshiba übernimmt Verantwortung

Toshiba hat zwei der Reaktoren des Kraftwerks in Fukushima entwickelt, und bei dem Roboter handelt es sich auch nicht um das erste Gerät, das das Unternehmen zur Bereinigung der Radioaktivität in Fukushima beisteuerte. 2014 erschufen die Techniker von Toshiba einen vierbeinigen Roboter, um die Innenräume der Reaktorgebäude zu inspizieren. In einem Statement ließ das Unternehmen verlauten, auch weiter an Technologien zu arbeiten, die dabei helfen sollen, das Kraftwerk zu dekommissionieren.

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